Liberty Oilfield Services Aktie: Strom-Wette zahlt sich aus
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 00:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Frac-Preise am Boden, Rechenzentren im Aufwind — bei Liberty Energy zeigt sich, dass beide Wetten gleichzeitig aufgehen können. Das Unternehmen hat am Mittwochabend Zahlen vorgelegt, die deutlich über den Erwartungen lagen, und gleichzeitig seine Expansion ins Stromgeschäft für Rechenzentren mit zwei neuen Partnerschaften untermauert.
Frac-Geschäft übertrifft die Erwartungen
Liberty meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 43 Millionen Dollar.
Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,26 Dollar, das bereinigte EBITDA bei 151 Millionen Dollar. Aus dieser Substanz schüttete das Unternehmen 15 Millionen Dollar an die Aktionäre aus.
Analysten hatten im Vorfeld deutlich vorsichtiger kalkuliert. Der Konsens lag bei 0,084 Dollar Gewinn pro Aktie und 1,09 Milliarden Dollar Umsatz — Liberty hat diese Marken klar übertroffen. Vorab hatten Beobachter vor allem darauf geachtet, ob die Frac-Preise nach den "Trough-Levels" im ersten Quartal die Talsohle durchschritten haben. Die Zahlen deuten genau darauf hin.
Strom für Rechenzentren als zweite Säule
Parallel zum operativen Comeback treibt Liberty seine zweite Wachstumsstory voran: die Umwandlung in einen Stromlieferanten für die KI-Infrastruktur. Mit PowerBridge gründete das Unternehmen eine Allianz für eine geplante 2-Gigawatt-Rechenzentrumskampagne in Westtexas. Die erste Ausbaustufe soll mehr als 300 Megawatt Erzeugungskapazität liefern, mit einer ersten Stromlieferung ab dem vierten Quartal 2027.
Hinzu kommt eine strategische Partnerschaft mit dem Öldienstleister SLB für modulare Infrastruktur- und Stromlösungen bei globalen Rechenzentrumsprojekten. Liberty hat außerdem eine eigene Handelseinheit für den Strommarkt in Texas gegründet und sich langfristige Lieferverträge für Generatoren mit Herstellern wie Bergen Engines und Wärtsilä gesichert, die den Ausbau bis 2030 absichern sollen.
Ein zuvor angekündigtes 330-Megawatt-Rechenzentrumsprojekt in Texas wurde geändert und verzögert, die ursprüngliche Vereinbarung lief vorzeitig aus. Das Management steht dazu weiterhin in aktiven Gesprächen mit dem Entwickler.
Am Markt gilt die Aktie überwiegend als Kaufkandidat: Die Kursziele der Analysten liegen im Schnitt bei 33,85 Dollar, deutlich über dem Kurs von zuletzt rund 25 Dollar — ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von 36 Prozent.
Das Unternehmen hält an seinem längerfristigen Fahrplan fest. Bis 2029 sollen rund drei Gigawatt an Stromerzeugungskapazität ans Netz gehen, ein Großteil davon für Rechenzentren und andere Großverbraucher. Für dieses Jahr steht zunächst die Auslieferung von 500 Megawatt an Erzeugungsanlagen an — der nächste konkrete Meilenstein auf dem Weg vom klassischen Frac-Dienstleister zum Stromversorger für die KI-Industrie.
Liberty Oilfield Services-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Liberty Oilfield Services-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Liberty Oilfield Services-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Liberty Oilfield Services-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Liberty Oilfield Services: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
