Lift, Aktie

Lift & Co Aktie: Endstation Insolvenz

26.03.2026 - 13:11:58 | boerse-global.de

Das Unternehmen Lift & Co befindet sich seit 2020 in der Insolvenz, ein dauerhaftes Handelsverbot blockiert die Aktie. Schulden und Pandemieauswirkungen fĂŒhrten zum operativen Ende.

Lift & Co Aktie: Endstation Insolvenz - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Lift & Co Aktie: Endstation Insolvenz - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Lift & Co, einst als Spezialist fĂŒr Cannabis-Daten und -Medien gestartet, ist operativ am Ende. Seit September 2020 befindet sich das Unternehmen im Insolvenzverfahren, wĂ€hrend ein unbefristetes Handelsverbot jegliche Bewegung fĂŒr Anleger blockiert. Die GrĂŒnde fĂŒr den tiefen Fall liegen in einer Kombination aus Schuldenlast und den Auswirkungen der Pandemie.

Handelsverbot und fehlende Transparenz

Der aktuelle Status der Aktie im „Expert Market“ der OTC-Börsen spiegelt die prekĂ€re Lage wider. Öffentliche Kursnotierungen sind stark eingeschrĂ€nkt und nur fĂŒr Broker-Dealer zugĂ€nglich. Hauptursache fĂŒr diese Isolation ist eine dauerhafte Handelsunterbrechung (Cease Trade Order) durch die Ontario Securities Commission.

Diese regulatorische Maßnahme wurde bereits am 18. September 2020 verhĂ€ngt, nachdem das Unternehmen es versĂ€umt hatte, die erforderlichen Finanzberichte vorzulegen. Konkret fehlen bis heute die geprĂŒften JahresabschlĂŒsse fĂŒr das im MĂ€rz 2020 endende GeschĂ€ftsjahr sowie die dazugehörigen Managementberichte. Solche Anordnungen bleiben in der Regel so lange in Kraft, bis die VersĂ€umnisse vollstĂ€ndig behoben sind – ein Schritt, der angesichts der laufenden Insolvenz kaum zu erwarten ist.

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Der Weg in die ZahlungsunfÀhigkeit

Der Zusammenbruch von Lift & Co wurde durch eine gescheiterte Einigung mit den GlĂ€ubigern von gesicherten Wandelanleihen im Wert von 3,5 Millionen Kanadischen Dollar ausgelöst. Das Unternehmen verfĂŒgte nicht ĂŒber die notwendigen Mittel, um diese zum 10. September 2020 fĂ€lligen Verbindlichkeiten zurĂŒckzuzahlen oder den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.

ZusĂ€tzlicher Druck entstand durch die COVID-19-Pandemie. Diese fĂŒhrte dazu, dass der Cashflow aus der wichtigen Veranstaltungssparte komplett wegbrach und eine sicher geglaubte Eigenkapitalinvestition in letzter Minute scheiterte. In der Folge meldete das Unternehmen Insolvenz nach kanadischem Recht an, woraufhin sĂ€mtliche Direktoren und FĂŒhrungskrĂ€fte ihre Posten rĂ€umten.

Keine Besserung in Sicht

Die Abwicklung der verbliebenen Vermögenswerte liegt seither in den HĂ€nden des Insolvenzverwalters PricewaterhouseCoopers. FĂŒr AktionĂ€re gibt es derzeit keine Anhaltspunkte fĂŒr eine mögliche Restrukturierung oder den Erhalt eines Restwerts. Es existieren weder Termine fĂŒr kommende AktionĂ€rsversammlungen noch PlĂ€ne fĂŒr neue GeschĂ€ftsberichte. Die einstige Vision, durch Datenanalysen und Bildungsformate wie die CannSell-Zertifizierung den Cannabismarkt zu dominieren, ist damit endgĂŒltig gescheitert.

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