Linke, AltersbezĂŒge

Linke sieht zu hohe AltersbezĂŒge fĂŒr Abgeordnete

Veröffentlicht am: 07.06.2026 um 07:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Linke hat ihre Kritik an der Höhe der DiĂ€ten und AltersentschĂ€digungen fĂŒr Abgeordnete mit einer Untersuchung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags untermauert.Die Rentenexpertin der Fraktion, Sarah Vollath, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), die AbgeordnetendiĂ€t und die AltersentschĂ€digung fĂŒr Abgeordnete bewegten sich auf einem Niveau, das nichts mit der LebensrealitĂ€t der meisten Menschen zu tun habe.

Die Linke hat ihre Kritik an der Höhe der DiĂ€ten und AltersentschĂ€digungen fĂŒr Abgeordnete mit einer Untersuchung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags untermauert.

Die Rentenexpertin der Fraktion, Sarah Vollath, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), die AbgeordnetendiĂ€t und die AltersentschĂ€digung fĂŒr Abgeordnete bewegten sich auf einem Niveau, das nichts mit der LebensrealitĂ€t der meisten Menschen zu tun habe. "Um die gleichen AnsprĂŒche zu erhalten wie ein Bundestagsabgeordneter nach einer Legislatur, mĂŒsste ein BeschĂ€ftigter knapp 28 Jahre lang in Vollzeit arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen. Und das auch nur, wenn die DiĂ€tenerhöhung ausgesetzt wird." Das sei "einfach absurd". "Wenn die DiĂ€tenerhöhung nicht ausgesetzt wird, wĂ€ren es ab Juli sogar 29 Jahre." Sie forderte, Abgeordnete mĂŒssten in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hatte auf Anfrage der Linke fĂŒr die Berechnungen den Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers zugrunde gelegt. Das Ergebnis ist, dass ein Arbeitnehmer fĂŒr eine vergleichbare Altersversorgung eines Abgeordneten etwa siebenmal so lang arbeiten muss.

In diesem Jahr plĂ€dieren alle Fraktionen im Bundestag fĂŒr einen Verzicht auf die DiĂ€tenerhöhung. Mitte Mai hieß es etwa aus der Union, es werde ĂŒberlegt, den Beschluss zum Verzicht zeitlich mit Reformgesetzen zu koppeln, die BĂŒrgern und anderen Gruppen etwas abverlangen - um zu signalisieren, dass Abgeordnete selbst zum Verzicht bereit seien. Eigentlich sollten die monatlichen DiĂ€ten der 630 Abgeordneten zum 1. Juli um 497 Euro steigen - auf rund 12.330 Euro. Das ergibt sich aus einem im Abgeordnetengesetz verankerten Automatismus, nach dem die Anpassung der BezĂŒge an die Entwicklung der Durchschnittslöhne gekoppelt ist.

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