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Nike-Deal: MatthÀus hÀtte es 'sauberer und anders gelöst'

27.03.2024 - 06:34:17

Lothar MatthĂ€us stellt sich die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Partner Adidas DE000A1EWWW0 bis Vertragsende 2026 schwierig vor.

"Wie sollen die nÀchsten drei Jahre aussehen? Soll man sich lÀchelnd vor die Kamera stellen? Das ist alles ein bisschen komisch. Das sind eben die Momente, die der DFB momentan hat und seit Jahren hat. Ich hÀtte es vielleicht sauberer und anders gelöst", sagte der 63 Jahre alte Rekordnationalspieler am Dienstag bei einem Sponsorentermin von Interwetten in Frankfurt. MatthÀus sagte, er hÀtte unter diesen Vorzeichen versucht, den Vertrag mit Adidas direkt nach der Heim-EM in diesem Sommer vorzeitig zu beenden.

Der DFB hatte in der Vorwoche ĂŒberraschend verkĂŒndet, dass die Nationalteams von 2027 bis 2034 von Nike US6541061031 statt wie bisher von Adidas ausgerĂŒstet werden. Als Grund nannte der Verband finanzielle GrĂŒnde. "Geld siegt gegen Tradition. Nike hat deswegen gewonnen", befand MatthĂ€us.

Angesichts der finanziellen Schieflage des DFB wĂ€re es fĂŒr MatthĂ€us "fahrlĂ€ssig" gewesen, das lukrative Angebot des US-Giganten nicht anzunehmen. "NatĂŒrlich spielt Geld eine wichtige Rolle, nicht nur im Fußball", sagte der Weltmeister von 1990.

Der DFB war nach der VerkĂŒndung von zahlreichen Politikern scharf fĂŒr die Entscheidung kritisiert worden, auch mit Verweis auf den Standort von Adidas im frĂ€nkischen Herzogenaurach. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, er hĂ€tte sich "ein StĂŒck mehr Standortpatriotismus gewĂŒnscht".

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