Lufthansa Aktie: Cityline wird stillgelegt!
Veröffentlicht: 20.04.2026 um 16:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei der Lufthansa klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit auseinander. Die massiven Streiks der vergangenen Woche sind beendet. Die Maschinen heben in Frankfurt und München wieder planmäßig ab. Trotzdem rutscht das Papier zum Wochenstart tief ins Minus. Der Kurs fällt um 3,3 Prozent auf 7,80 Euro. Damit notiert der Anteilsschein deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten. Der RSI-Wert von 24,7 signalisiert mittlerweile einen stark überverkauften Zustand.
Interne Konflikte eskalieren
Das Management hat die regionale Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline kurzfristig stillgelegt. Der Konzern nimmt 24 Passagier- und drei Frachtmaschinen außer Betrieb. Als Grund nennt die Führung die hohen Kerosinkosten der veralteten Flotte. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisiert diesen Schritt scharf. Arbeitnehmervertreter werfen dem Vorstand ein Spiel mit der Existenzangst vor. Diese internen Querelen überschatten die Rückkehr zum normalen Flugplan.
Teurer Treibstoff drückt Margen
Parallel dazu wachsen die externen Risiken. Die angespannte Lage im Nahen Osten treibt die Energiekosten nach oben. Besonders die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus verteuert Kerosin. Wettbewerber wie Ryanair federn diese Preisspitzen mit langfristigen Verträgen besser ab. Der Lufthansa fehlen solche weitreichenden Absicherungen. Die Folge: sinkende Gewinnmargen. Analyst Alex Irving von Bernstein Research mahnt daher zur Vorsicht. Er belässt die Einstufung auf „Market-Perform“ und sieht das Kursziel bei 7,90 Euro.
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Wichtige Termine im Mai
Der Fokus richtet sich nun auf Anfang Mai. Dann präsentiert der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal. Dieser Bericht wird die finanziellen Schäden der jüngsten Streikwelle offenlegen. Auch der Effekt der gestiegenen Treibstoffpreise wird dann im operativen Ergebnis sichtbar. Wenige Tage später folgt am 12. Mai die Hauptversammlung in Frankfurt. Dort stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie ab. Auf der Agenda steht zudem ein Umbau des Kontrollgremiums. Johannes Teyssen soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender werden. Wolfgang Nickl rückt als neues Mitglied in den Aufsichtsrat auf.
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