Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Doppelter Gegenwind

17.04.2026 - 21:07:36 | boerse-global.de

Lufthansa stellt Flugbetrieb der Cityline ein und reduziert die Flotte, um auf anhaltende Streiks und explodierende Treibstoffkosten zu reagieren.

Lufthansa Aktie: Doppelter Gegenwind - Foto: über boerse-global.de

Der Konzern kämpft gleich an zwei Fronten: Während die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit den Streik heute auf den fünften Tag verlängert, treiben explodierende Kerosinpreise die Betriebskosten in die Höhe. Die Kombination aus anhaltenden Arbeitskämpfen und dem durch die blockierte Straße von Hormus verknappten Treibstoffmarkt zwingt das Management zu drastischen Konsequenzen.

Cityline-Ende und Flottenabbau

Das Kernstück des Sparprogramms ist die vollständige Einstellung des Flugbetriebs bei der Regionaltochter Cityline. 27 ältere Canadair-Jets werden nicht mehr starten. Hinzu kommen sechs Langstreckenjets der Kernmarke, die zum Ende Oktober ausgemustert werden — vier Airbus A340-600 sowie zwei Boeing 747-400. Damit entfallen gleichzeitig Stellen und Karrieremöglichkeiten für mehrere Hundert Piloten.

Der Finanzvorstand bezeichnete die Schritte als unumgänglich: Ohnehin geplante Einschnitte würden lediglich vorgezogen. Der Kerosinverbrauch der Passagierflotte sei zwar zu rund 80 Prozent auf Basis des Rohölpreises abgesichert, doch der verbleibende Zukauf am freien Markt trifft das Unternehmen hart — zumal europäische Raffinerien strukturell wenig Spielraum bieten.

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Streik als Brandbeschleuniger

Auch die niederländische KLM hat bereits 160 Flüge gestrichen. Der Druck auf die Branche wächst also branchenweit, bei Lufthansa kommt der Arbeitskampf jedoch erschwerend hinzu. Vier der fünf bisherigen Streiktage entfielen auf Piloten, an zwei Tagen legten zusätzlich die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter die Arbeit nieder. Allein in Düsseldorf wurden heute 14 Abflüge und ebenso viele Ankünfte annulliert.

Die Gewerkschaft Ufo sieht in der Schließung von Cityline eine Reaktion auf die Streiks — nicht auf die Kerosin-Lage. Der Konzern hält dagegen: Die Maßnahmen seien wirtschaftlich getrieben. Für die rund 800 Flugbegleiterinnen und 500 Piloten der Tochtergesellschaft soll es Anschlusslösungen geben, über deren Konditionen Gewerkschaften und Betriebspartner nun verhandeln müssen.

Solange kein Tarifabschluss in Sicht ist, bleibt die operative Lage angespannt — und die Aktie unter Druck.

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