Lufthansa Aktie: Großausbau trotz Abwärtstrend
24.03.2026 - 22:12:38 | boerse-global.deWährend der Aktienkurs der Lufthansa aktuell wenig Anlass zur Freude bietet, stellt der Konzern operativ die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit einer massiven Erweiterung des Münchner Drehkreuzes und der Verlängerung einer historischen Partnerschaft bis ins Jahr 2056 blickt das Management weit über die gegenwärtige Marktschwäche hinaus.
Neues Terminal für zehn Millionen Passagiere
Kernstück der neuen Wachstumsstrategie ist der Ausbau des Terminal 2 am Flughafen München. Bis 2035 soll ein neuer sogenannter „T-Pier“ entstehen, der die jährliche Abfertigungskapazität um zehn Millionen auf insgesamt rund 46 Millionen Passagiere anhebt. Diese infrastrukturelle Maßnahme bildet die Voraussetzung, um künftig zusätzliche Langstreckenflugzeuge der Typen Airbus A350 und Boeing 777X in der bayerischen Landeshauptstadt zu stationieren.
Die seit den 1990er-Jahren bestehende Joint-Venture-Partnerschaft zwischen der Flughafengesellschaft und der Lufthansa Group, an der die Airline 40 Prozent hält, wird im Zuge dessen um weitere drei Jahrzehnte verlängert. Beide Unternehmen tragen weiterhin gemeinsam die operative Verantwortung für die genutzte Infrastruktur.
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Investitionen treffen auf schwaches Marktumfeld
Die Expansionspläne beschränken sich keineswegs auf den Süden. Parallel investiert Lufthansa Cargo über 600 Millionen Euro in ein neues Frachtabfertigungszentrum am Standort Frankfurt, um auch dort die Kernoperationen langfristig zu stärken.
Solche kapitalintensiven Langfristprojekte fallen allerdings in eine Phase spürbarer Zurückhaltung an der Börse. Aktuell notiert das Papier bei 7,42 Euro und verzeichnet damit allein auf Sicht der letzten 30 Tage einen deutlichen Rückgang von knapp 19 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,50 Euro, das erst im Februar markiert wurde, hat sich der Titel damit spürbar entfernt. Die Ankündigung der millionenschweren Ausbaupläne konnte den anhaltenden Abwärtsdruck am Dienstag zunächst nicht stoppen.
Rückendeckung für den strategischen Kurs gibt es derweil aus der Politik. Die bayerische Staatsregierung unterstützt den Ausbau innerhalb des bestehenden Zwei-Bahn-Systems und kündigte an, sich auf Bundesebene für eine Senkung der Luftverkehrssteuer einzusetzen. Mit der vertraglichen Fixierung des Münchner Joint Ventures sichert sich die Lufthansa nun fundamentale Planungssicherheit für ihr wichtigstes europäisches Premium-Drehkreuz, unabhängig von den kurzfristigen Schwankungen am Kapitalmarkt.
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