Lufthansa Aktie: München-Expansion
23.03.2026 - 20:15:24 | boerse-global.deZum hundertjährigen Jubiläum setzt Lufthansa-Chef Carsten Spohr ein klares Zeichen: Der Konzern wird sein zweites Standbein am Münchner Flughafen massiv ausbauen. Das Terminal 2 soll um einen Anbau erweitert werden, der Kapazitäten für bis zu zehn Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr schafft. Fertigstellung: 2035.
Die Aktie reagierte auf die Nachricht zunächst mit einem leichten Plus von knapp zwei Prozent, gab die Gewinne im Tagesverlauf jedoch wieder ab und fiel zeitweise um fast vier Prozent auf 7,05 Euro.
Münchens strategischer Vorteil
Was München von Frankfurt unterscheidet, ist die besondere Stellung von Lufthansa am Standort. Als Mitbetreiberin des zweiten Terminals hat die Airline dort weit mehr Gestaltungsspielraum als am Frankfurter Drehkreuz, wo der Flughafenbetreiber das Ruder allein in der Hand hält. Gespräche mit Frankfurt über ein ähnliches Modell verliefen ergebnislos.
Zwei Drittel der Münchner Passagiere sind Umsteiger — der Ausbau zielt also vor allem auf den lukrativen internationalen Transferverkehr. Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Flughafen wird laut Spohr bis 2056 fortgeführt.
Die Wachstumslogik dahinter ist einleuchtend: Bei der Eröffnung des Münchner Airports 1992 rechnete man mit 14 Millionen Reisenden jährlich. 2025 waren es über 43 Millionen.
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Planungen starten — Geld kommt nicht vom Staat
Die Planungen für den Erweiterungsbau beginnen unmittelbar. Konkrete Investitionszahlen nannte Spohr nicht. Bayerns Finanzminister machte jedoch deutlich, dass das Projekt ohne Staatsgeld auskommen muss — die Gesellschaft soll die Finanzierung selbst stemmen.
Parallel läuft der Ausbau beider großer deutscher Drehkreuze: In Frankfurt öffnet im April ein drittes Terminal für bis zu 19 Millionen Passagiere jährlich. In München soll noch vor diesem Zeitpunkt eine Erweiterung des ersten Terminals für bis zu sechs Millionen Fluggäste in Betrieb gehen — allerdings außerhalb des Lufthansa-Einflussbereichs.
Für Investoren bleibt die Frage offen, wie der Konzern die Münchner Expansion finanzieren will — und ob das Projekt angesichts eines Zeithorizonts bis 2035 kurzfristig kursrelevant wird.
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