Lufthansa, Powerbanks

Lufthansa verbietet Powerbanks an Bord

26.01.2026 - 01:21:12

Ab sofort müssen Passagiere der Lufthansa Group ihre Geräte vor dem Abflug vollständig laden. Eine umfassende Nutzungssperre für tragbare Powerbanks an Bord ist in Kraft. Diese neue Sicherheitsvorschrift gilt für alle Airlines des Konzerns und markiert einen Wendepunkt in der Kabinenpolitik.

Seit dem 15. Januar 2026 ist die aktive Nutzung von Powerbanks während des Fluges untersagt. Das Verbot betrifft alle großen europäischen Airlines der Gruppe: Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Discover Airlines und ITA Airways. Passagiere dürfen die Geräte weder zum Laden von Handys oder Tablets verwenden noch selbst über die Bordsteckdosen aufladen.

Mitnehmen darf man die Akkupacks jedoch weiterhin – allerdings unter strengen Auflagen. Pro Passagier sind maximal zwei Powerbanks im Handgepäck erlaubt. Sie müssen während des Fluges entweder am Körper getragen, in der Sitztasche oder in einer unter dem Vordersitz verstauten Tasche aufbewahrt werden. Die Lagerung in den Überkopf-Fächern ist ausdrücklich verboten.

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Proaktiver Schutz vor Lithium-Bränden

Hinter der drastischen Maßnahme steht die wachsende Sorge um die Sicherheit von Lithium-Ionen-Akkus. Diese Technologie steckt in praktisch allen tragbaren Ladegeräten. Flugsicherheitsexperten warnen seit Langem vor dem Risiko eines „thermischen Durchgehens“. Dabei kann ein beschädigter Akku unkontrolliert überhitzen – mit Rauch, Feuer und potenziell explosiver Verbrennung als Folge.

Durch das Nutzungsverbot will die Airline-Gruppe die Gefahr solcher Vorfälle im beengten Kabinenraum minimieren. Die Regelung soll verhindern, dass ein defektes Gerät unbemerkt in Betrieb ist oder unsichtbar im Überkopf-Fach liegt. Lufthansa betont, dass die neuen Vorschriften mit den aktuellen Sicherheitsempfehlungen internationaler Luftfahrtbehörden wie der europäischen EASA, der US-amerikanischen FAA und der IATA übereinstimmen.

So funktionieren die neuen Vorschriften

Für Reisende bedeutet die Änderung eine grundlegende Umstellung ihres Ladeverhaltens. Powerbanks sind jetzt nur noch für die Nutzung im Flughafenterminal gedacht – nicht mehr für den Energie-Nachschub während des Flugs.

Die Kapazitätsgrenzen bleiben bestehen: Akkus bis 100 Wattstunden (Wh) sind generell erlaubt. Für leistungsstärkere Einheiten zwischen 100 und 160 Wh benötigen Passagiere eine vorherige Genehmigung der Airline. Eine Ausnahme vom Nutzungsverbot gilt nur für zugelassene medizinische Geräte. Die gleichen Transport- und Lagerregeln gelten übrigens auch für E-Zigaretten.

Globaler Trend zu strengeren Vorschriften

Die Lufthansa Group ist der bisher größte Airline-Verbund, der solche strengen Maßnahmen einführt. Damit schließt sie sich einem weltweiten Trend an. Immer mehr Fluggesellschaften behandeln tragbare Ladegeräte als sicherheitskritische Gegenstände.

Andere große Airlines wie Emirates, Singapore Airlines, Korean Air und Qantas haben bereits ähnliche Richtlinien erlassen. Die zunehmende Zahl gemeldeter Vorfälle mit Lithium-Batterien an Bord hat die Luftfahrtindustrie zum Handeln gezwungen. Korean Air führt parallel ab dem 26. Januar 2026 ein Nutzungsverbot ein – mit Verweis auf notwendige verschärfte Sicherheitsprotokolle.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Ära des unbeschwerten Powerbank-Einsatzes in 10.000 Metern Höhe geht auf vielen Strecken zu Ende. Passagiere müssen sich auf strengere Kontrollen bei elektronischen Geräten einstellen.

Die direkte Konsequenz: Reisende sind stärker auf die Bordsteckdosen angewiesen – sofern verfügbar. Noch wichtiger wird es, mit voll geladenen Geräten am Flughafen einzutreffen. Die Luftfahrtbehörden beobachten die Risiken durch Lithium-Batterien weiter genau. Weitere Einschränkungen sind möglich, wenn sich Technologie und Reisegewohnheiten weiterentwickeln. Die Botschaft der Lufthansa Group und ihrer Mitbewerber ist klar: Laden Sie vor dem Abflug auf – Ihr persönlicher Energiespender bleibt während des Fluges am Boden.

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