Luxemburg legt erneut Einspruch gegen Grenzkontrollen ein
16.09.2025 - 11:13:34"Grenzkontrollen sind nicht die richtige Lösung. Stattdessen mĂŒssen die EU-AuĂengrenzen besser gesichert und kontrolliert werden", teilte ein Sprecher des luxemburgischen Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Der erste schriftliche Einspruch Luxemburgs sei Mitte Februar erfolgt, der zweite sei am 21. August erhoben worden. Luxemburg missbillige die Kontrollen an den Binnengrenzen im Schengen-Raum. "Es muss vermieden werden, dass in den Köpfen der Menschen wieder Grenzen geschaffen werden", sagte der Sprecher. Die Kontrollen fĂŒhrten unter anderem zu unnötigen Störungen des grenzĂŒberschreitenden Verkehrs.
Grenzkontrollen bis Mitte MÀrz 2026 verlÀngert
An den deutschen AuĂengrenzen wird bei Einreisen seit einem Jahr kontrolliert. Das Bundesinnenministerium hatte die Kontrollen fĂŒr zunĂ€chst sechs Monate angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen stĂ€rker einzudĂ€mmen. Im Februar wurden die Kontrollen um ein halbes Jahr bis 15. September verlĂ€ngert, nun erneut bis Mitte MĂ€rz 2026.
Luxemburgs Innenminister LĂ©on Gloden setze sich fĂŒr bilaterale Abkommen ĂŒber die Ăberstellungsverfahren und die polizeiliche Zusammenarbeit ein, um so "endlich Fortschritte bei der Normalisierung der Lage an den Binnengrenzen des Schengen-Raums zu erzielen", teilte das Ministerium mit.
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Vor allem stationĂ€re Kontrollen wie auf der A64 nach Luxemburg in der NĂ€he von Trier stoĂen auch bei Pendlern auf Kritik. Mehr als 50.000 deutsche GrenzgĂ€nger arbeiten in Luxemburg.

