ROUNDUP, ZurĂŒckhaltung

ZurĂŒckhaltung der Kunden bremst Bilfinger - Aktienkurs unter Druck

13.05.2026 - 13:36:45 | dpa.de

MANNHEIM - Der Industriedienstleister Bilfinger DE0005909006 hat im ersten Quartal die ZurĂŒckhaltung der Kunden wegen des Iran-Kriegs zu spĂŒren bekommen.

(Neu: weitere Aussagen zum Nahen Osten, Aktienkurs)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Industriedienstleister Bilfinger DE0005909006 hat im ersten Quartal die ZurĂŒckhaltung der Kunden wegen des Iran-Kriegs zu spĂŒren bekommen. "Das erste Quartal war geprĂ€gt von saisonalen Effekten und geopolitischen Spannungen", sagte Unternehmenschef Thomas Schulz am Mittwoch zur Vorlage der GeschĂ€ftszahlen laut Mitteilung. Der Vorstand rechne fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte mit einer Belebung der Nachfrage. Die Ziele fĂŒr 2026 wurden bestĂ€tigt. Bei Investoren kamen die Aussagen schlecht an.

Die Aktie verlor zuletzt mehr als neun Prozent und gehörte damit zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im MDax DE0008467416. Damit summiert sich das Kursminus seit dem Jahreswechsel auf 18 Prozent. Investoren, die schon seit einem Jahr Aktien besitzen, können sich hingegen auf einen Wertzuwachs ihrer Papiere von fast ein FĂŒnftel freuen.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten dĂ€mpften die GeschĂ€ftstĂ€tigkeit vor Ort, teilte das Unternehmen mit. Zudem hielten sich Unternehmen in Europa wegen der gestiegenen Energiepreise mit Investitionen zurĂŒck. Doch der Konzern setzt auch auf neues GeschĂ€ft beim Wiederaufbau im Nahen Osten.

"Bilfinger beobachtet die Lage aufmerksam und befindet sich bereits in konkreten GesprĂ€chen mit Kunden im Mittleren Osten, um beim Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur zu unterstĂŒtzen und schnell zur Wiederinbetriebnahme von KapazitĂ€ten beizutragen", hieß es. Der Industriedienstleister machte im vergangenen Jahr rund vier Prozent der gesamten Erlöse in der Region.

Im ersten Quartal legte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Ebita) stieg um 5 Prozent auf 60 Millionen Euro. Dazu trug auch der Sparkurs bei. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 4,5 auf 4,6 Prozent. Mit seinen Kennziffern traf das Unternehmen in etwa die Erwartungen der Analysten.

Unter dem Strich legte der Gewinn um 16 Prozent auf 37 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang schrumpfte hingegen um 5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

FĂŒr 2026 peilt das Unternehmen weiterhin ein Wachstum des Konzernumsatzes auf bis zu 5,9 Milliarden Euro an. Im schlechtesten Fall könnten die Erlöse aber auch auf dem Vorjahresniveau von gut 5,4 Milliarden verharren. Analysten haben im Schnitt knapp 5,7 Milliarden auf dem Zettel. Vom Erlös sollen 5,8 bis 6,2 Prozent als operatives Ergebnis (Ebita-Marge) hĂ€ngen bleiben. Experten rechneten zuletzt mit 5,9 nach 5,5 Prozent im Vorjahr.

Erst im Dezember hatte das Bilfinger-Management Mittelfristziele bekannt gegeben. Demnach peilt Bilfinger bis 2030 im Schnitt ein jĂ€hrliches Umsatzplus von 8 bis 10 Prozent an. Davon sollen als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Ebita) 8 bis 9 Prozent ĂŒbrigbleiben. Wachsen wollen die Mannheimer sowohl aus eigener Kraft als auch durch ZukĂ€ufe.

Bilfinger ist auf die Planung, Errichtung, Wartung, Modernisierung und Automatisierung von Industrie- und Energieerzeugungsanlagen spezialisiert.

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