Martell VS von Pernod Ricard - Cognac-Klassiker stuetzt das Premium-Segment
01.07.2026 - 22:11:12 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: Florian Meierhoff, ad hoc news Fachredaktion Zubehoer & Komponenten. Geprueft am 01.07.2026, 22:10 Uhr. Details im Impressum.
Martell VS von Pernod Ricard steht auf der Theke, die Flasche kalt am Glasrand, wĂ€hrend ein Bartender in Paris zwei Zentiliter in einen Tumbler laufen lĂ€sst. Die goldene Farbe fĂ€ngt das warme Licht ein, es riecht leicht nach TrockenfrĂŒchten und Holz. Produktmanagerin HĂ©lĂšne de Pins beschreibt den VS intern als âEinstieg in die Martell-Weltâ, der junge Konsumenten an die Marke heranfĂŒhrt.
Was Martell VS konkret ausmacht
Martell VS ist ein Cognac aus Frankreich, gebrannt aus ausgewĂ€hlten WeiĂweinen der Region und mindestens zwei Jahre in französischen EichenfĂ€ssern gereift, wie der Hersteller erklĂ€rt. Die AbfĂŒllung erfolgt mit 40 % Volumenalkohol, die Basis fĂŒr klassische Cognac-Cocktails und den puren Genuss. Pernod Ricard positioniert Martell als eine seiner globalen Prestige-Brands im Cognac-Segment.
In den offiziellen Tasting Notes wird der Stil von Martell VS als fruchtbetont und lebendig beschrieben, mit Noten von Pflaumen, Aprikosen und karamellisierten FrĂŒchten. In der Nase fĂ€llt zudem eine leichte Holz- und GewĂŒrzkomponente auf, die aus der Fassreifung stammt. Beim Trinken berichten Barkeeper von einem eher runden, nicht aggressiven MundgefĂŒhl, das gemischt wie auch pur funktioniert.
Pernod Ricard und das Cognac-GeschÀft
Wie wichtig Martell fĂŒr den Konzern ist, zeigt ein Blick auf Markenportfolio und Finanzberichte.
Positionierung im Portfolio und Zielgruppe
Martell zĂ€hlt laut Pernod Ricard zu den strategischen internationalen Marken, zusammen mit Labels wie Jameson oder Chivas Regal. Innerhalb dieser Cognac-Marke deckt VS das Einstiegssegment ab, wĂ€hrend höher positionierte Linien wie Martell VSOP oder Cordon Bleu den Premium- und Luxusbereich adressieren. CEO Alexandre Ricard verweist in PrĂ€sentationen darauf, dass solche gestuften Markenfamilien den Konsumenten in der Kategorie âmitwachsenâ lassen.
Im Handel zielt Martell VS auf eine breite, urbane Kundschaft zwischen Mitte 20 und 40, die Cognac vor allem im Mix mit Ginger Ale, Tonic oder in Modern-Classics wie dem Sidecar trinkt. In asiatischen Metropolen bespielt die Marke Club-Szenen und Cocktailbars, wĂ€hrend in Europa der Absatz stĂ€rker ĂŒber SupermĂ€rkte, FachhĂ€ndler und Duty-Free lĂ€uft.
Herstellung, Herkunft und QualitÀtssicherung
Martell als Haus wurde 1715 in Cognac gegrĂŒndet und gehört heute vollstĂ€ndig zu Pernod Ricard S.A., die ihren Sitz in Paris hat. FĂŒr Martell VS nutzt die Brennerei ĂŒberwiegend Trauben der Rebsorte Ugni Blanc, die in der Region wegen ihrer SĂ€ure und neutralen Aromatik beliebt ist. Nach der zweifachen Destillation im klassischen Charentais-Brennapparat ruht das Destillat mehrere Jahre auf Eichenholz, bevor der Master Blender unterschiedliche Chargen zum finalen VS-CuvĂ©e verheiratet.
Der Cognac unterliegt der französischen Appellation dâOrigine ProtĂ©gĂ©e (AOP) und muss daher strenge Vorgaben zu Herkunft, Herstellung und Mindestlagerung erfĂŒllen. Eine VS-AbfĂŒllung (âVery Specialâ) steht dabei fĂŒr eine Reifezeit von mindestens zwei Jahren im Fass, wobei viele HĂ€user â auch Martell â durch lĂ€ngere Lagerung eine etwas harmonischere Struktur anstreben. Sensorische PrĂŒfungen und Laboranalysen sichern, dass der Alkohol, die Farbe und die Aromatik stabil bleiben.
Preis, VerfĂŒgbarkeit und VertriebskanĂ€le
Im europĂ€ischen Einzelhandel wird Martell VS typischerweise im Bereich von rund 30 bis 35 Euro fĂŒr die 0,7-Liter-Flasche angeboten, abhĂ€ngig von HĂ€ndler und Steuerstruktur. Duty-Free-GeschĂ€fte an FlughĂ€fen sowie groĂe Online-SpirituosenhĂ€ndler fĂŒhren die Marke ebenfalls, oft mit Promotions oder Geschenkpackungen fĂŒr internationale Reisende. In wichtigen MĂ€rkten wie China oder Nigeria ist Martell VS in Bars und Clubs prĂ€sent und wird dort hĂ€ufig im Flaschenverkauf mit MischgetrĂ€nken auf Eis serviert.
FĂŒr Deutschland verweist Pernod Ricard auf sein Vertriebsnetz aus GroĂhandel, Cash-&-Carry und LEH-Ketten, in denen Martell als Premiummarke gefĂŒhrt wird. Online lĂ€sst sich Martell VS ĂŒber diverse HĂ€ndler bestellen, wobei die VerfĂŒgbarkeit je nach Lagerbestand und regionaler Nachfrage schwankt. FĂŒr B2B-Kunden wie Bars oder Hotels stehen separate Konditionen und GebindegröĂen zur VerfĂŒgung.
Rolle im Konzern und Umsatzbeitrag
Pernod Ricard fasst Martell und weitere Premium-Spirituosen im Segment âStrategic International Brandsâ zusammen, das im GeschĂ€ftsjahr 2023 einen wesentlichen Anteil am Konzernumsatz ausmachte. Die Cognac-Marke steht dabei vor allem in Asien fĂŒr Volumen und Prestige. VS dient als Eintrittskategorie, ĂŒber die viele Konsumenten erstmals zur Marke kommen, bevor sie sich zu hochpreisigen QualitĂ€ten bewegen.
In PrĂ€sentationen gegenĂŒber Analysten betont CFO HĂ©lĂšne de Tissot, dass Einstiegsprodukte in Premiumkategorien eine strategische Funktion haben: Sie sorgen fĂŒr Reichweite, erhöhen die Markenbekanntheit und bilden die Basis fĂŒr Trade-Ups. Trotz niedrigerer Marge pro Flasche kann ein weltweit stark distribuiertes Produkt wie Martell VS so einen spĂŒrbaren Beitrag zu Umsatz und Deckungsbeitrag leisten, insbesondere in WachstumsmĂ€rkten mit jungem Publikum.
Konsumtrends und Wettbewerbsumfeld
Im Cognac-Segment stehen Martell VS Konkurrenten wie Hennessy VS (LVMH), RĂ©my Martin VSOP (RĂ©my Cointreau) oder Courvoisier gegenĂŒber, die ebenfalls stark in Bars und Clubs reprĂ€sentiert sind. Der Wettbewerb findet weniger ĂŒber radikal neue Produkte statt, sondern ĂŒber Markenbild, Sichtbarkeit am PoS und Kooperationen mit Gastronomie und Musikszene. Martell setzt hier auf Eventformate und Limited Editions, wobei der Standard-VS in vielen MĂ€rkten als verlĂ€sslicher Kernartikel im Regal bleibt.
Ein zweiter Trend ist die wachsende Nachfrage nach MixgetrĂ€nken mit Cognac, etwa Highballs oder Twists auf Klassikern wie dem Old Fashioned. Bartender wie David A. im Londoner East End greifen fĂŒr solche Drinks bewusst zu einer EinstiegsqualitĂ€t wie VS, weil sie â im Vergleich zu teuren XO-AbfĂŒllungen â preislich kalkulierbar bleibt und im Mix trotzdem eigenstĂ€ndige Noten zeigt. FĂŒr Pernod Ricard ergibt sich dadurch die Chance, mit Martell VS von der Cocktailkultur zu profitieren, ohne das Luxusimage der Marke zu verwĂ€ssern.
Kontext und Bedeutung fĂŒr die Pernod Ricard Aktie
FĂŒr Privatanleger ist Martell VS vor allem als Baustein im Cognac-Cluster von Pernod Ricard interessant: Das Produkt liefert Volumen, steigert die Markenreichweite und stĂŒtzt die PrĂ€senz von Martell in SupermĂ€rkten, Bars und Duty-Free. Gleichzeitig bildet es die Grundlage dafĂŒr, dass Konsumenten spĂ€ter zu höherwertigen AbfĂŒllungen greifen, die mehr Marge bringen. Die französische Pernod Ricard Aktie (ISIN FR0000120693) wird unter anderem an der Euronext Paris in Euro gehandelt und spiegelt das gesamte Markenportfolio des Konzerns wider, nicht nur das Cognac-GeschĂ€ft.
Fakten zu Martell VS von Pernod Ricard
- Produkt: Martell VS
- Hersteller: Pernod Ricard S.A.
- Kategorie: Zubehoer & Komponenten (Spirituosen-Portfolio)
- Markteinfuehrung: Martell-Brand seit 1715, aktuelle VS-AbfĂŒllung als dauerhaftes Portfolio-Produkt
- UVP / Preis: rund 30â35 Euro fĂŒr 0,7 l im europĂ€ischen Einzelhandel
- Verfuegbarkeit: weltweit in SupermÀrkten, Fachhandel, Duty-Free und Gastronomie, teils online
- Zielgruppe: urbane Konsumenten von Mitte 20 bis 40, Bars, Clubs, Hotels
- Besonderheit / USP: fruchtbetonter, zugÀnglicher Cognac-Stil als Einstiegsprodukt der Traditionsmarke Martell
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