MCBG, MU0134N00004

MCB Group-Aktie (MU0134N00004): Solider Bankenplayer aus Mauritius rĂŒckt bei Quartalszahlen in den Fokus

Veröffentlicht: 17.05.2026 um 05:31 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Die MCB Group hat aktuelle GeschĂ€ftszahlen vorgelegt und damit den Blick der Anleger auf einen regional starken, aber hierzulande wenig bekannten Finanzkonzern gelenkt. Was hinter dem GeschĂ€ftsmodell steckt und welche Faktoren die Ertragslage prĂ€gen, beleuchtet dieser Überblick.

MCBG, MU0134N00004, Illustration mit AI erstellt.
MCBG, MU0134N00004, Illustration mit AI erstellt.

Die MCB Group ist in Deutschland weithin weniger bekannt, zĂ€hlt in ihrer Heimat Mauritius jedoch zu den zentralen Finanzinstituten und legt regelmĂ€ĂŸig detaillierte Berichte zum GeschĂ€ftsverlauf vor. Mit der jĂŒngst veröffentlichten Quartalsberichterstattung hat der Konzern erneut Einblick in Ertragslage, Bilanzstruktur und Wachstumsfelder gegeben, was der Aktie frischen Nachrichtenimpuls verleiht. FĂŒr Anleger in Europa ist insbesondere interessant, wie die Bankengruppe von der wirtschaftlichen Entwicklung im Indischen Ozean und in ausgewĂ€hlten afrikanischen MĂ€rkten profitiert und wie robust die Kennzahlen im aktuellen Zins- und Kreditumfeld ausfallen.

Der Finanzkonzern ist an der Börse in Mauritius gelistet, wird aber zunehmend auch von internationalen Investoren beobachtet. In einer aktuellen Mitteilung zu den zuletzt abgeschlossenen Zwischenberichtsperioden stellte die MCB Group unter anderem das Wachstum im traditionellen KreditgeschÀft sowie im internationalen GeschÀft mit Firmenkunden heraus, wie aus den öffentlich zugÀnglichen Informationen auf der Investor-Relations-Seite hervorgeht, etwa auf Basis der Finanzberichte, die dort im Zeitraum 2024 und 2025 eingestellt wurden, laut MCB Group Investor Relations Stand 15.05.2025. Konkrete Zahlen variieren je nach Berichtszeitraum, insgesamt zeigt sich aber ein Bild kontinuierlicher ErgebnisbeitrÀge aus mehreren GeschÀftssegmenten.

Stand: 17.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: MCB Group
  • Sektor/Branche: Banken, Finanzdienstleistungen
  • Sitz/Land: Port Louis, Mauritius
  • KernmĂ€rkte: Mauritius, regionale MĂ€rkte im Indischen Ozean sowie ausgewĂ€hlte afrikanische LĂ€nder
  • Wichtige Umsatztreiber: Privat- und FirmenkundengeschĂ€ft, internationales Corporate Banking, Treasury- und DevisengeschĂ€fte, Vermögensverwaltung
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Stock Exchange of Mauritius (Ticker MCBG)
  • HandelswĂ€hrung: Mauritius-Rupie (MUR)

MCB Group: KerngeschÀftsmodell

Die MCB Group ist ein breit aufgestellter Finanzkonzern, dessen Wurzeln im klassischen BankgeschĂ€ft auf Mauritius liegen. Über die Jahre hat sich die Gruppe schrittweise von einer vorwiegend national aktiven Bank hin zu einem diversifizierten Anbieter von Finanzdienstleistungen mit internationaler Ausrichtung entwickelt. Einen zentralen Pfeiler bildet weiterhin das traditionelle Retailbanking, also die Versorgung von Privatkunden mit Konten, Krediten, Zahlungsverkehr und Anlageprodukten. Parallel dazu spielt das FirmenkundengeschĂ€ft eine immer wichtigere Rolle, vor allem bei der Finanzierung regionaler Unternehmen und Infrastrukturprojekte.

Der Konzern ist als Holding strukturiert und bĂŒndelt unter seinem Dach mehrere operative Einheiten, die unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. Dazu zĂ€hlen neben der Kernbank unter anderem Tochtergesellschaften fĂŒr Investment- und Vermögensverwaltung, Leasing- und Factoring-Angebote sowie spezialisierte Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr. Durch diese Struktur versucht die MCB Group, ErtrĂ€ge ĂŒber verschiedene Quellen zu generieren und sich weniger abhĂ€ngig vom reinen ZinsgeschĂ€ft zu machen. In den veröffentlichten Jahres- und Zwischenberichten betont das Management regelmĂ€ĂŸig die Bedeutung dieser Diversifikation, etwa in den GeschĂ€ftsberichten der Jahre 2023 und 2024, die ĂŒber die Website abrufbar sind, laut MCB Group Finanzberichte Stand 30.04.2025.

Ein weiterer Baustein im GeschĂ€ftsmodell ist der internationale Fokus der Gruppe. Über Niederlassungen und Partnerstrukturen ist die MCB Group nicht nur auf Mauritius, sondern auch in ausgewĂ€hlten afrikanischen Staaten und Offshore-FinanzplĂ€tzen aktiv. Hier positioniert sie sich als Partner fĂŒr Unternehmen, die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen Afrika, Asien und Europa pflegen. Dieses Netzwerk soll dazu beitragen, zusĂ€tzliche GebĂŒhren- und ProvisionsertrĂ€ge zu erwirtschaften, beispielsweise aus DokumentengeschĂ€ft, Projektfinanzierungen oder Devisentransaktionen. In den jĂŒngsten Berichten hebt der Konzern zudem die Rolle von technologischen Investitionen hervor, etwa in digitale Banking-Plattformen, mit denen das Kundenerlebnis verbessert und Prozesse automatisiert werden sollen.

Aus Sicht von Anlegern ist interessant, dass MCB als Bankenholding typischerweise sowohl von einem wachsenden Kreditvolumen als auch von einem gewissen Zinsabstand zwischen Einlagen- und KreditgeschĂ€ft profitiert. Gleichzeitig steht das Institut als reguliertes Finanzunternehmen unter Aufsicht der mauritischen Behörden und muss entsprechende Kapital- und LiquiditĂ€tsanforderungen erfĂŒllen. Diese Vorgaben spiegeln sich in den regelmĂ€ĂŸig publizierten Kennzahlen zu Eigenkapitalquoten, Risikogewichteten Aktiva und LiquiditĂ€tskennziffern wider, die in den Finanzberichten und PrĂ€sentationen erlĂ€utert werden. Themen wie Risikomanagement, Compliance und der Umgang mit Kreditrisiken gehören daher fest zum KerngeschĂ€ftsmodell.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von MCB Group

Die Einnahmen der MCB Group stammen im Wesentlichen aus zwei großen Blöcken: dem ZinsĂŒberschuss und dem Provisions- bzw. Fee-GeschĂ€ft. Der ZinsĂŒberschuss ergibt sich aus dem klassischen Bankingmodell, bei dem Kundeneinlagen zu vergleichsweise niedrigen Zinsen hereingenommen und Kredite zu höheren Zinsen vergeben werden. In Zeiten steigender oder stabiler Zinsniveaus kann sich diese Spanne positiv entwickeln, wĂ€hrend Phasen sehr niedriger Zinsen zu Druck auf die Margen fĂŒhren können. Die MCB Group weist in ihren Berichten regelmĂ€ĂŸig aus, wie sich der Nettozinsertrag im jeweiligen GeschĂ€ftsjahr entwickelt hat und in welchen Kundensegmenten das Kreditwachstum besonders dynamisch war.

Auf der Provisionsseite spielen vor allem Zahlungsverkehrsdienstleistungen, KartenumsĂ€tze, Trade-Finance-Produkte sowie GebĂŒhren aus der Vermögensverwaltung eine Rolle. Die Bankengruppe tritt als Emittent und Dienstleister im KartengeschĂ€ft auf und verdient an TransaktionsgebĂŒhren, die im Zusammenspiel mit dem Einzelhandel und anderen Dienstleistungsbranchen anfallen. Hinzu kommen ErtrĂ€ge aus der Abwicklung von AußenhandelsgeschĂ€ften, bei denen Dokumentenakkreditive, Garantien und Ă€hnliche Instrumente zum Einsatz kommen. In den Berichten betont der Konzern, dass diese wiederkehrenden Fee-Einnahmen zu einer gewissen Stabilisierung der Ertragsbasis beitragen können, weil sie weniger direkt von der Zinsentwicklung abhĂ€ngen.

Ein weiterer Treiber ist das GeschĂ€ft mit FinanzmĂ€rkten und Treasury-AktivitĂ€ten. Hier verwaltet die MCB Group unter anderem die eigene LiquiditĂ€t, legt ĂŒberschĂŒssige Mittel in Wertpapieren an und betreibt Devisenhandel fĂŒr Kunden und auf eigene Rechnung im Rahmen der regulatorischen Vorgaben. Schwankungen an den KapitalmĂ€rkten, VerĂ€nderungen von WĂ€hrungskursen sowie die allgemeine Risikoneigung institutioneller Investoren können diese Einnahmen verstĂ€rken oder dĂ€mpfen. Die Bank stellt in ihren PrĂ€sentationen hĂ€ufig dar, wie stark die ErtrĂ€ge aus diesem Bereich im Vergleich zu den ĂŒbrigen Segmenten ausfallen und welche Strategien zur Steuerung von Marktpreisrisiken verfolgt werden.

Auch Dienstleistungen rund um Vermögensverwaltung und Anlageprodukte tragen zum Umsatz bei. Über entsprechende Tochtergesellschaften bietet die MCB Group Investmentfonds, Portfolioverwaltung und andere Lösungen fĂŒr vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger an. Die Höhe der daraus erzielten GebĂŒhren hĂ€ngt von der Entwicklung der verwalteten Vermögen und der Kundennachfrage nach spezifischen Anlageklassen ab. Ein wachsendes Kundenvermögen in diesem Segment kann den Ertragsschwerpunkt der Gruppe schrittweise weiter in Richtung gebĂŒhrenbasierter Einnahmen verschieben.

In vielen Emerging Markets spielt ĂŒberdies das KreditgeschĂ€ft mit kleinen und mittleren Unternehmen eine zentrale Rolle fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung. Die MCB Group adressiert nach eigenen Angaben auch dieses Segment mit speziellen Produkten und Finanzierungsprogrammen. Damit verbindet sich einerseits das Potenzial höherer Margen, andererseits aber auch ein erhöhtes Kreditrisiko, das ĂŒber BonitĂ€tsprĂŒfungen, Sicherheiten und Portfolio-Steuerung kontrolliert werden muss. FĂŒr Anleger ist die Frage relevant, wie gut es der Gruppe gelingt, in diesen Kundensegmenten Wachstum und Risikokontrolle in Einklang zu bringen.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Die MCB Group agiert in einem Umfeld, das sich aus lokalen Besonderheiten der mauritischen Wirtschaft und globalen Trends im Bankensektor zusammensetzt. Mauritius positioniert sich seit Jahren als internationaler Finanzplatz, der insbesondere fĂŒr Investitionen in afrikanische Staaten eine Rolle spielt. Die Nachfrage nach Bankdienstleistungen wird daher nicht nur durch das InlandsgeschĂ€ft, sondern auch durch grenzĂŒberschreitende Kapitalströme beeinflusst. In diesem Spannungsfeld konkurriert die MCB Group mit lokalen Wettbewerbern sowie mit internationalen Banken, die in der Region aktiv sind. Die FĂ€higkeit, regulatorische Anforderungen in mehreren Jurisdiktionen zu erfĂŒllen und gleichzeitig attraktive Produkte anzubieten, ist dabei ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Global betrachtet steht die Branche unter dem Druck zunehmender Regulierung, technologischen Wandels und verĂ€nderter Kundenerwartungen. Digitale KanĂ€le, mobile Banking und automatisierte Prozesse sind inzwischen zentrale Bestandteile des Angebots. Die MCB Group investiert in entsprechende Plattformen, um sowohl im Privat- als auch im FirmenkundengeschĂ€ft wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben. Insbesondere jĂŒngere Kundengruppen erwarten eine reibungslose digitale Nutzererfahrung, wĂ€hrend Firmenkunden effiziente Schnittstellen fĂŒr Zahlungsverkehr und Cash-Management verlangen. Vorteile können sich fĂŒr Anbieter ergeben, die Technologien wie Datenanalytik und automatisierte Kreditprozesse effizient einsetzen.

Hinzu kommt, dass Themen wie Nachhaltigkeit, ESG-Kriterien und verantwortungsvolle Kreditvergabe fĂŒr Banken zunehmend an Bedeutung gewinnen. Internationale Investoren prĂŒfen verstĂ€rkt, wie Institute mit Umwelt- und Sozialrisiken umgehen und ob sie entsprechende Richtlinien implementiert haben. Die MCB Group geht auf diese Aspekte in ihren Berichten ein und beschreibt unter anderem Initiativen zur UnterstĂŒtzung nachhaltiger Projekte und zur Förderung finanzieller Inklusion. Wie umfassend diese Maßnahmen in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden, kann sich auch auf die Wahrnehmung der Gruppe am Kapitalmarkt auswirken.

Warum MCB Group fĂŒr deutsche Anleger relevant ist

FĂŒr deutsche Privatanleger steht die MCB Group nicht automatisch im Fokus, da der Heimatmarkt Mauritius und die Börsennotierung außerhalb der großen europĂ€ischen HandelsplĂ€tze liegen. Dennoch kann der Konzern aus Sicht international orientierter Investoren interessant sein, weil er Einblicke in die Entwicklung eines Finanzsystems in einer kleineren, aber dynamischen Volkswirtschaft bietet, die zugleich als BrĂŒcke zu afrikanischen MĂ€rkten fungiert. Wer sich mit der Rolle regionaler Banken in Wachstumsregionen befasst, stĂ¶ĂŸt frĂŒher oder spĂ€ter auf Akteure wie die MCB Group, die vor Ort Kreditvergabe, Zahlungsverkehr und Investitionsfinanzierung abwickeln.

Deutsche Anleger, die sich stĂ€rker diversifiziert weltweit engagieren, betrachten bei Bankenwerten oft Faktoren wie ProfitabilitĂ€t, Eigenkapitalausstattung, Dividendenhistorie und Wachstumschancen in den KernmĂ€rkten. Die Berichte der MCB Group liefern hierzu Ansatzpunkte, etwa bei der Entwicklung von ZinsĂŒberschuss, ProvisionsgeschĂ€ft und Kostenbasis. Gleichzeitig muss bei einem Engagement in einer Bank aus Mauritius die WĂ€hrungsdimension berĂŒcksichtigt werden, da Kursschwankungen der Mauritius-Rupie gegenĂŒber Euro oder US-Dollar die renditerelevanten GrĂ¶ĂŸen beeinflussen können.

Ein weiterer Punkt ist die Einbettung der Bank in das mauritische Finanzsystem und die Anbindung an internationale Finanzströme. Mauritius wird hĂ€ufig als Drehscheibe fĂŒr Investitionen in afrikanische MĂ€rkte genutzt, was Chancen auf zusĂ€tzliche ErtrĂ€ge mit sich bringt, aber auch von der jeweiligen regulatorischen und politischen Lage in den ZiellĂ€ndern abhĂ€ngt. FĂŒr Anleger mit Fokus auf Afrika- und Emerging-Markets-Themen kann die MCB Group damit ein Baustein in einem breiter gestreuten Portfolio sein, ohne dass sie im Zentrum der deutschen Leitindizes steht.

Welcher Anlegertyp könnte MCB Group in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Die Aktie der MCB Group könnte in erster Linie fĂŒr Anleger interessant sein, die sich bewusst mit Finanzwerten aus kleineren MĂ€rkten auseinandersetzen und die Besonderheiten solcher Engagements akzeptieren. Dazu zĂ€hlen beispielsweise Investoren mit lĂ€ngerem Anlagehorizont, die auf strukturelles Wachstum in Schwellen- und GrenzmĂ€rkten setzen und bereit sind, volatilere KursverlĂ€ufe in Kauf zu nehmen. Wer sich eingehender mit dem mauritischen Markt, der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung und der Rolle der MCB Group im lokalen Finanzsystem beschĂ€ftigt, findet in den ausfĂŒhrlichen GeschĂ€ftsberichten eine Vielzahl von Kennzahlen und Analysen, die zur eigenen EinschĂ€tzung beitragen können.

ZurĂŒckhaltender könnten hingegen Investoren agieren, die vor allem auf große, breit verfolgte Standardwerte aus etablierten MĂ€rkten setzen und WĂ€hrungs- sowie LĂ€nderrisiken in kleinerer Volkswirtschaft vermeiden möchten. FĂŒr diesen Anlegertyp stehen hĂ€ufig Titel aus großen europĂ€ischen und nordamerikanischen Indizes im Vordergrund, bei denen Transparenz, Analystenabdeckung und LiquiditĂ€t besonders hoch sind. Wer vor allem StabilitĂ€t und eine enge Anbindung an den heimischen Markt sucht, wird sich eher mit Banken aus der Eurozone oder mit globalen Großinstituten befassen.

DarĂŒber hinaus sollten kurzfristig orientierte Anleger bedenken, dass Handelsvolumen und Marktbreite an der Heimatbörse der MCB Group geringer sein können als an großen europĂ€ischen HandelsplĂ€tzen. Dies kann zu höheren Spreads und stĂ€rkeren AusschlĂ€gen bei marktrelevanten Nachrichten fĂŒhren. Eine grĂŒndliche BeschĂ€ftigung mit den Risiken, der LiquiditĂ€tssituation und den fĂŒr den eigenen Portfolioansatz passenden PositionsgrĂ¶ĂŸen ist daher sinnvoll, bevor eine Anlageentscheidung getroffen wird.

Risiken und offene Fragen

Wie bei jedem Kreditinstitut bestehen auch bei der MCB Group verschiedene Risiken, die die Ertragslage und die StabilitĂ€t des GeschĂ€fts beeinflussen können. Dazu zĂ€hlen in erster Linie Kreditrisiken aus dem Firmen- und PrivatkundengeschĂ€ft. AusfĂ€lle von Kreditnehmern können zu Wertberichtigungen und damit zu einer Belastung des Ergebnisses fĂŒhren. Die Bank berichtet deshalb regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die Entwicklung notleidender Kredite und die Höhe der Risikovorsorge. Ein weiterer Risikofaktor sind Marktrisiken aus Zins- und WĂ€hrungsbewegungen, die sich auf den Wert von Wertpapieren und Derivaten sowie auf den ZinsĂŒberschuss auswirken können.

Daneben spielen operationelle Risiken, also Risiken aus Prozessen, Systemen und menschlichen Fehlern, eine wichtige Rolle. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung rĂŒckt insbesondere die IT-Sicherheit in den Vordergrund. Cyberangriffe, SystemausfĂ€lle oder Datenlecks können nicht nur finanzielle SchĂ€den verursachen, sondern auch das Vertrauen von Kunden und Investoren beeintrĂ€chtigen. Die MCB Group adressiert nach eigenen Angaben diese Themen mit entsprechenden Sicherheits- und Kontrollsystemen. FĂŒr Anleger bleibt allerdings offen, wie effektiv diese Maßnahmen in Stresssituationen wĂ€ren, da sich derartige Ereignisse oft erst im Ernstfall bewerten lassen.

Hinzu kommen regulatorische und politische Risiken. Änderungen im Bankaufsichtsrecht, neue Kapitalanforderungen oder steuerliche Anpassungen können die GeschĂ€ftstĂ€tigkeit beeinflussen. Da die MCB Group in verschiedenen LĂ€ndern aktiv ist, mĂŒssen Entwicklungen in mehreren Rechtsordnungen berĂŒcksichtigt werden. Politische und wirtschaftliche VerĂ€nderungen in den afrikanischen MĂ€rkten, die ĂŒber Mauritius angebunden sind, können sich etwa auf das KreditgeschĂ€ft, das Transaktionsvolumen und die allgemeine Risikowahrnehmung auswirken. FĂŒr Investoren ergibt sich daraus die Notwendigkeit, nicht nur die Kennzahlen der Bank, sondern auch das makroökonomische Umfeld im Blick zu behalten.

Wichtige Termine und Katalysatoren

FĂŒr die Kursentwicklung der MCB Group-Aktie spielen unterjĂ€hrig vor allem wiederkehrende Berichtstermine und unternehmensspezifische Ereignisse eine Rolle. Dazu zĂ€hlen die Veröffentlichung von Halbjahres- und Jahreszahlen, Zwischenberichten fĂŒr einzelne Quartale sowie PrĂ€sentationen fĂŒr Investoren. Der Konzern veröffentlicht auf seiner Website in der Regel einen Finanzkalender mit den relevanten Terminen, einschließlich Hauptversammlung und Daten zur Bekanntgabe neuer AbschlĂŒsse. VerĂ€nderungen in der Dividendenpolitik, etwa Anpassungen von AusschĂŒttungshöhe oder AusschĂŒttungsquote, können zusĂ€tzlich als Katalysatoren fĂŒr die Investorennachfrage wirken.

DarĂŒber hinaus können strategische AnkĂŒndigungen wie der Eintritt in neue MĂ€rkte, Kooperationen mit anderen Finanzinstituten oder grĂ¶ĂŸere Technologieinvestitionen Impulse fĂŒr die Wahrnehmung der Aktie liefern. Auch regulatorische Entscheidungen, etwa neue Lizenzierungen oder verĂ€nderte Anforderungen an das Bankensystem, können die Rahmenbedingungen fĂŒr die MCB Group verĂ€ndern. Anleger, die die Aktie verfolgen, orientieren sich daher hĂ€ufig an einer Kombination aus makroökonomischen Indikatoren, branchenspezifischen Entwicklungen und dem unternehmensinternen Nachrichtenfluss, der ĂŒber Ad-hoc-Meldungen oder regulĂ€re Pressemitteilungen kommuniziert wird.

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Fazit

Die MCB Group ist ein bedeutender Banken- und Finanzdienstleister im mauritischen Markt mit wachsender regionaler Ausrichtung, der seine Ertragsquellen auf mehrere GeschĂ€ftssegmente verteilt. Die Kombination aus traditionellem Kredit- und EinlagengeschĂ€ft, gebĂŒhrenbasierten Dienstleistungen und Treasury-AktivitĂ€ten schafft eine breite Grundlage fĂŒr Einnahmen, steht jedoch wie in der gesamten Branche unter dem Einfluss von Zinsentwicklung, Regulierung und Wettbewerbsdruck. FĂŒr Anleger, die sich mit Finanzwerten aus Wachstums- und NischenmĂ€rkten beschĂ€ftigen, liefert der Konzern mit seinen regelmĂ€ĂŸigen Berichten eine FĂŒlle von Daten, um Chancen und Risiken einzuordnen. Wie sich die Aktie kĂŒnftig entwickelt, hĂ€ngt maßgeblich von der wirtschaftlichen Lage in den KernmĂ€rkten, der Risikosteuerung sowie von der FĂ€higkeit ab, technologische und regulatorische Anforderungen erfolgreich zu managen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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