Schwesig: Aussage Priens zu Unterhaltsvorschuss ist falsch
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 16:26 Uhr | dpa.de"Die Behauptung von Frau Prien, dass es eine gemeinsame Entscheidung der Bundesregierung und aller 16 MinisterprÀsidentinnen und MinisterprÀsidenten gibt, den Unterhaltsvorschuss einzuschrÀnken, ist falsch", teilte Schwesig mit.
Schwesig selbst habe in der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am 25. Juni "sehr deutlich gemacht, dass Mecklenburg-Vorpommern eine Absenkung der Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss ablehnt." Dies sei auch schriftlich in der ProtokollerklĂ€rung zum Beschluss festgehalten. "Das weiĂ Frau Prien auch." Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) könne sich daher nicht hinter angeblichen gemeinsamen BeschlĂŒssen verstecken.
Nicht alle LĂ€nder stimmten zu
Prien hatte am Dienstag im Radiosender NDR Info die geplanten SparmaĂnahmen beim staatlichen Unterhaltsvorschuss gegen wachsende WiderstĂ€nde verteidigt. "Wir haben einen gemeinsamen Beschluss der MinisterprĂ€sidenten - ĂŒbrigens aller LĂ€nder - und der Bundesregierung am 25. Juni gefasst, das Unterhaltsvorschussrecht anzupacken", erklĂ€rte sie.
In einer jeweiligen ProtokollerklĂ€rung wurde eine Absenkung der Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss jedoch von Bremen "abgelehnt" und von Mecklenburg-Vorpommern "nicht unterstĂŒtzt". Stattdessen schlug Schwesig einen Austausch darĂŒber mit LĂ€ndern, Kommunen, Leistungserbringern und BetroffenenverbĂ€nden vor, wie es in der damaligen ErklĂ€rung heiĂt.
Kritik an KĂŒrzungsplĂ€nen
Den Unterhaltsvorschuss ĂŒbernimmt der Staat fĂŒr Kinder von Alleinerziehenden, wenn ein Partner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Prien plant, den Vorschuss nicht mehr bis zum 18. Geburtstag zu zahlen, sondern nur noch bis 16. Das Vorhaben stöĂt beim Koalitionspartner SPD auf Kritik. Bis 2017 wurde der Unterhaltsvorschuss lediglich bis zum 12. Lebensjahr gezahlt; unter Schwesig als damaliger Bundesfamilienministerin wurde er dann ausgeweitet.
