Medien und VerbÀnde stellen sich an Seite von CNN und Co
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 06:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Das Vorgehen der Regierung steht im Widerspruch zum ersten Verfassungszusatz, und der Ausschluss der Nachrichtenredaktionen muss unverzĂŒglich rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden", hieĂ es in einem Schreiben an das Gericht.
Der genannte Verfassungszusatz stellt die Rede- und Pressefreiheit unter besonderen Schutz. Ăber 50 Medien und VerbĂ€nde haben das Schreiben unterzeichnet.
CNN, MS NOW und "Politico" klagen gegen Ausschluss
Am Freitag hatte Trump angekĂŒndigt, den drei Medien CNN, MS NOW und "Politico" mit sofortiger Wirkung die Zugangsberechtigung zum WeiĂen Haus zu entziehen. Der US-PrĂ€sident warf ihnen vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Kritiker sehen darin einen EinschĂŒchterungsversuch und einen Angriff auf die Pressefreiheit. Die drei MedienhĂ€user klagen gegen ihre Verbannung.
Die Unterzeichner des Schreibens begrĂŒnden ihre Haltung unter anderem mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1974. Die Richter hĂ€tten darin festgehalten: Wie und in welchem Umfang ein Medium ĂŒber öffentliche Personen berichtet - "ob ungerecht oder gerecht" -, sei grundsĂ€tzlich Gegenstand der geschĂŒtzten redaktionellen Entscheidungsfreiheit.
Anhörung vor Gericht
Trump habe indes deutlich gemacht, dass er die Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung verbannt habe. Damit sei klar, dass es sich um eine unzulĂ€ssige Diskriminierung aufgrund berichteter Inhalte handele. Das verstoĂe gegen jahrzehntelange Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs.
Unterdessen ging in Washington eine erste Anhörung vor Gericht zu Ende, in der die Konfliktparteien ihre Sicht der Dinge schildern konnten. Trump hatte bereits zuvor seine Erwartung öffentlich gemacht, dass er in erster Instanz unterliegen werde.
