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Mehr als jeder fĂŒnfte neue Pkw in der EU fĂ€hrt elektrisch

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 10:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Elektroautos haben ihren Anteil an den Neuzulassungen in der EuropÀischen Union binnen eines Jahres deutlich ausgebaut.

Nach acht Monaten waren 21,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos (BEV - battery electric vehicles), fast sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 5,3 Prozent auf 7,55 Millionen Autos, wie der europĂ€ische Herstellerverband Acea in BrĂŒssel mitteilte. Plug-in-Hybride standen fĂŒr ein Zehntel des Marktes.

Im Juli stiegen die Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent und im August um 4,5 Prozent. Nach EinschĂ€tzung des EY-Experten Constantin M. Gall ist der Zuwachs allerdings nicht allein als Zeichen fĂŒr eine Erholung des Automarktes zu werten. "Der AufwĂ€rtstrend auf dem europĂ€ischen Neuwagenmarkt ist in erster Linie auf die Subventionierung der E-MobilitĂ€t zurĂŒckzufĂŒhren", sagte Gall. Sollten diese auslaufen, werde auch der Absatz von Elektroautos einbrechen.

Chinesische Autobauer legen zu

Deutlich zulegen konnten von Januar bis Ende August die chinesischen Anbieter. Autobauer wie der Volkswagen DE0007664039-Konzern warnen in jĂŒngster Zeit immer deutlicher vor der erstarkenden Konkurrenz aus Fernost auf dem heimischen Markt. Der Geely-Konzern, zu dem der Acea-Verband unter anderem die im Westen bekannten Marken Volvo, Polestar und das Joint-Venture Smart mit Mercedes-Benz DE0007100000 zĂ€hlt, blieb in der EU mit seinem Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar nur stabil bei 2,7 Prozent.

BYD konnte seinen Anteil an den Neuwagen aber von 0,9 auf 2,4 Prozent Marktanteil mehr als verdoppeln. SAIC Motor (vor allem MG Motor) legte von 1,9 auf 2,2 Prozent zu, Chery Automobile (Marken Omoda, Jaecoo) von 0,5 auf 1,5 Prozent. Zusammen mit Leapmotor (0,8 Prozent) erreichten diese chinesischen Anbieter so rechnerisch zusammen einen Marktanteil von 9,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es Acea zufolge nur 6,2 Prozent.

Deutsche Hersteller tun sich schwer

Der Volkswagen-Konzern verkaufte im Juli und August jeweils um die 3 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. In den Zahlen ist die Sportwagentochter Porsche enthalten, die in den beiden Monaten einen DĂ€mpfer von knapp 5 Prozent beziehungsweise gut 8 Prozent in der EU einsteckte. Bei BMW DE0005190003 gab es ein leichtes Plus von jeweils unter einem Prozent. Mercedes-Benz konnte im Juli nur leicht zulegen, steigerte die Neuzulassungen im August dann aber um mehr als 7 Prozent.

Auch fĂŒr den Gesamtmarkt bleibt Ey-Experte Gall zurĂŒckhaltend. Die konjunkturelle und politische Situation bleibe schwierig, eine Verbesserung der Lage sei nicht absehbar. Die Hersteller sollten sich deshalb auf weitere schwierige Jahre vorbereiten und ihre Absatzziele nicht zu hoch ansetzen.

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