Erneut mehr Fahrzeuge beim TĂŒv durchgefallen
20.11.2025 - 06:17:12Die Quote der Fahrzeuge, die erneut vorgefĂŒhrt werden mussten, lag mit 21,5 Prozent so hoch wie zuletzt im Jahr 2020, wie der TĂŒv-Verband mitteilte. Bei erheblichen MĂ€ngeln muss der Schaden innerhalb von vier Wochen repariert werden, bei gefĂ€hrlichen unverzĂŒglich. Dann ist nur noch die Fahrt in die Werkstatt erlaubt. Die Zahlen beziehen sich auf den Untersuchungszeitraum zwischen Juli 2024 und Juni 2025.
Mit 66,1 Prozent waren dem TĂŒv zufolge in diesem Zeitraum rund zwei Drittel der untersuchten Fahrzeuge mĂ€ngelfrei. Seit 2022 ist diese Quote immer weiter zurĂŒckgegangen. Damals waren noch knapp 73 Prozent der Pkw ohne MĂ€ngel. "Der Trend bei der technischen Fahrzeugsicherheit ist eindeutig negativ", teilte Verbands-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Joachim BĂŒhler mit.
Fahrzeuge werden immer Àlter
Ein zentraler Grund könnte dabei das zunehmende Alter der Fahrzeuge sein. Das Durchschnittsalter des Pkw-Bestands in Deutschland hat sich seit dem Jahr 2000 nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts zufolge von damals 6,9 Jahre auf zuletzt 10,6 Jahre immer weiter erhöht. Mehr als jedes vierte Auto in Deutschland ist Ă€lter als 15 Jahre. Knapp 52 Prozent aller Pkw sind demnach jĂŒnger als zehn Jahre. "In der Gesamtschau macht die Alterung des Fahrzeugbestands technische Fortschritte bei der Sicherheit zunichte", betonte BĂŒhler.
Immer hĂ€ufiger landen auch E-Autos bei der Hauptuntersuchung. 18 Modelle sind in diesem Jahr in der TĂŒv-Statistik vertreten. Je nach Fahrzeugtyp schnitten sie demnach dem Verband zufolge sehr unterschiedlich ab. AuffĂ€llig seien jedoch bestimmte antriebstypische MĂ€ngel, etwa, dass die AchsaufhĂ€ngungen unter dem hohen Gewicht der Batterie litten. Auch wĂŒrden die Bremsen aufgrund eines Mechanismus zur RĂŒckgewinnung von Energie seltener genutzt. Das könne zu MĂ€ngeln an den Bremsscheiben fĂŒhren und es bestehe die Gefahr, dass die Bremswirkung nachlasse, hieĂ es.
FĂŒr die Statistik hat der TĂŒv-Verband die Ergebnisse von rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen im Untersuchungszeitraum ausgewertet.

