Meloni und Frederiksen warnen vor 'unkontrollierter Migration'
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 11:34 Uhr | dpa.deBeide sprachen sich erneut fĂŒr sogenannte RĂŒckfĂŒhrungszentren auĂerhalb der EU aus, um abgelehnte Asylbewerber in ihre HeimatlĂ€nder zurĂŒckzubringen.
Meloni und Frederiksen kommen aus unterschiedlichen politischen Lagern. Die Italienerin fĂŒhrt die Rechtspartei Fratelli d'Italia (BrĂŒder Italiens). Frederiksen ist Sozialdemokratin. Mögliche Abschiebezentren auĂerhalb der EU werden seit Jahren diskutiert und sind höchst umstritten.
In der ErklĂ€rung, die ĂŒber soziale Netzwerke verbreitet wurde, heiĂt es: "Wir akzeptieren keine unkontrollierte Migration nach Europa." Ungeachtet politischer Unterschiede sei man verbunden durch den Wunsch nach einem Schutz Europas und seiner Werte. Durch illegale Einwanderung stiegen die KriminalitĂ€tsraten, öffentliche Dienstleistungen wĂŒrden zunehmend belastet und BĂŒrger verlören Vertrauen. Folge seien negative Auswirkungen auf die europĂ€ischen Gesellschaften.
Als besonders schwerwiegend bezeichneten es Meloni und Frederiksen, "wenn illegale Migranten, die kein Aufenthaltsrecht in unseren LĂ€ndern haben, Gewaltverbrechen begehen, mit Drogen handeln oder sich sexueller Gewalt schuldig machen". Auf Anweisung von Meloni hatte Italien nach dem Ansturm von mehr als 70.000 Migranten auf die spanische Exklave Ceuta Anfang des Monats wieder Grenzkontrollen zu Spanien eingefĂŒhrt. Die linke Regierung in Madrid lĂ€sst seit dem Wochenende Reisende aus Italien wieder kontrollieren.
Die Zahl der irregulĂ€ren GrenzĂŒbertritte in die EU ist in den vergangenen Jahren deutlich zurĂŒckgegangen. Im Juni trat der EU-Migrations- und Asylpakt in Kraft, der strengere Kontrollen an den AuĂengrenzen bedeutet.
