Mercedes-Benz Aktie: 18,48 Prozent Minus seit Jahresanfang
Veröffentlicht am: 13.05.2026 um 17:31 Uhr | Redaktion boerse-global.deMercedes-Benz-Chef Ola KĂ€llenius greift die EU-Vorgaben fĂŒr 2035 offen an. Sein Vorwurf ist klar: Die Regeln haben den Umstieg auf E-Autos bisher nicht so beschleunigt, wie die Politik es erwartet hatte. FĂŒr den Konzern geht es dabei nicht nur um Klimaziele, sondern auch um WettbewerbsfĂ€higkeit.
Druck aus China, Druck aus BrĂŒssel
KÀllenius warnt vor einem Markt, in dem chinesische Hersteller mit niedrigen Preisen immer stÀrker auftreten. Mercedes fordert deshalb mehr Technologieoffenheit bei der CO2-Regulierung. Gemeint ist: nicht nur reine E-Autos, sondern auch andere Antriebswege stÀrker mitdenken.
Die Debatte kommt zur Unzeit fĂŒr die deutsche Autoindustrie. Der VDA hĂ€lt bis 2035 bis zu 225.000 gefĂ€hrdete Jobs fĂŒr möglich. Das liegt ĂŒber der bisher genannten Zahl um 35.000 Stellen. Besonders Zulieferer spĂŒren den Gegenwind.
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Umbau nach innen
Parallel dazu treibt Mercedes den Umbau im eigenen Haus voran. Der Konzern setzt stĂ€rker auf kĂŒnstliche Intelligenz in Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Ziel ist mehr Effizienz. Das ist kein Nebenschauplatz, sondern ein Versuch, die Kostenbasis und die Organisation an ein hĂ€rteres Marktumfeld anzupassen.
Hinzu kommt der Verkauf eigener Autohaus-Standorte. Zuletzt vereinbarte Mercedes den Verkauf der Niederlassung Berlin-Brandenburg an einen externen Investor. Solche Schritte schaffen Spielraum fĂŒr margenstĂ€rkere Bereiche und fĂŒr Investitionen in neue Technologien.
An der Börse bleibt die Aktie unter Druck. Der Kurs liegt bei 50,26 Euro und damit seit Jahresanfang mit 18,48 Prozent im Minus. Vom 200-Tage-Durchschnitt ist der Titel noch rund 9,78 Prozent entfernt. Kurzfristig hat sich das Bild etwas stabilisiert, der RSI liegt bei 62,8.
Am Markt bleibt damit die politische Linie aus BrĂŒssel ebenso wichtig wie der operative Umbau bei Mercedes. Solange sich die Nachfrage nach reinen E-Autos nur zĂ€h entwickelt und der Preisdruck aus China anhĂ€lt, dĂŒrfte der Konzern weiter zwischen Regulierung, Kostenkontrolle und Technologiewechsel balancieren.
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