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Messenger-Betrug: Neue Welle von Trading- und Love-Scams überflutet WhatsApp und Telegram

17.01.2026 - 00:30:12

Eine Welle hochprofessioneller Betrugsmaschen überflutet derzeit Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram. Deutsche Sicherheitsbehörden schlagen Alarm vor organisiertem Anlage- und Liebesbetrug, der Schäden in Millionenhöhe verursacht. Jüngste Warnungen des LKA Niedersachsen, der BaFin und ein Dresdner Gerichtsurteil unterstreichen die Dringlichkeit.

Kriminelle geben sich als Finanzberater aus und locken mit unrealistisch hohen Renditen. Die Masche startet oft in sozialen Medien und wechselt dann in private Messenger-Gruppen. Die BaFin warnte erst diese Woche explizit vor Anbietern, die über Telegram und Apps wie „NYLI“ agieren und Identitäten etablierter Firmen missbrauchen.

Die Vorgehensweise ist immer ähnlich: Nach dem ersten Kontakt landen Opfer auf gefälschten Handelsplattformen. Anfängliche Scheingewinne sollen zu höheren Einzahlungen verleiten – doch am Ende ist das Geld weg. Eine Ermittlungsgruppe in Heilbronn bearbeitet rund 130 solcher Fälle mit einem Gesamtschaden von über 6,4 Millionen Euro.

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Romance-Scamming: Wenn die große Liebe nur auf Geld aus ist

Parallel floriert der emotionale Love-Scam. Das LKA Niedersachsen warnte am Dienstag eindringlich vor dieser perfiden Masche. Täter erstellen überzeugende Fake-Profile auf Dating-Portalen, oft mit gestohlenen Fotos. Sie geben sich als Fachkräfte, Soldaten oder Geschäftsleute aus und bauen über Wochen eine enge Bindung auf.

Der entscheidende Schlag folgt, wenn das Vertrauen sitzt: Plötzliche Notlagen wie Unfälle, Krankheiten oder rechtliche Probleme werden vorgeschoben. Unter emotionalem Druck bitten die angeblichen Partner dann um finanzielle Hilfe. Die Zahlungen sollen über Gutscheinkarten oder Kryptowährungen erfolgen – schwer nachverfolgbar für die Ermittler.

Organisierte Banden: Das Geschäft mit der Einsamkeit

Hinter den Maschen stecken keine Einzeltäter, sondern international agierende Banden. Das belegte ein Urteil des Landgerichts Dresden vom Mittwoch. Vier Personen erhielten Haftstrafen, weil sie als Helfer eines Netzwerks Bankkonten für die Geldwäsche bereitstellten.

In diesem Fall betrogen sie eine blinde Frau um 30.000 Euro. Insgesamt flossen rund 140.000 Euro über die Konten der Angeklagten. Experten gehen davon aus, dass die Drahtzieher oft aus dem Ausland operieren und professionelle Übersetzungsprogramme nutzen. Ihr Kalkül: Die Einsamkeit und emotionalen Bedürfnisse ihrer Opfer gezielt ausnutzen.

Warum Messenger-Dienste das perfekte Verbrecher-Tool sind

Mit über drei Milliarden Nutzern allein bei WhatsApp erreichen Betrüger ein riesiges Publikum direkt auf dem Smartphone. Die private Chat-Umgebung schafft eine Schein-Privatsphäre, in der Opfer leichter manipuliert werden können. Verbraucherschützer sehen besonders zwei Gruppen in Gefahr:
* Finanziell Unerfahrene, die auf schnellen Reichtum hoffen
* Emotional Verletzliche, die nach Nähe und Anerkennung suchen

Die Kombination aus diesen Versprechungen erweist sich als toxisch. Hinzu kommt: Viele Opfer melden die Betrugsfälle aus Scham nicht – ein Umstand, den die Täter einkalkulieren.

So schützen Sie sich vor den digitalen Betrügern

Angesichts der Professionalität der Banden wird Prävention zur Daueraufgabe. Die wichtigsten Ratschläge der Behörden:
* Skepsis bei unaufgeforderten Kontakten: Sei es bei Jobangeboten, Investment-Tipps oder Liebesbekundungen.
* Nie Geld an Unbekannte: Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nie persönlich getroffen haben.
* Kontakt abbrechen und anzeigen: Bei Verdacht sofort blockieren und den Vorfall bei der Polizei melden.
* Dritte einbeziehen: Sprechen Sie mit Freunden oder Familie über verdächtige Angebote.

Jede Anzeige hilft den Ermittlern, Tatmuster zu erkennen und das Ausmaß des Problems zu erfassen. Der Kampf gegen den Betrug beginnt in der Hosentasche – mit gesunder Vorsicht.

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