Meta plant 160-Milliarden-Euro-Offensive für Künstliche Intelligenz
28.01.2026 - 09:09:12Meta steht vor der größten Investitionsrunde seiner Geschichte. Für 2026 prognostizieren Analysten Ausgaben von bis zu 160 Milliarden Euro – vor allem für den Aufbau einer überlegenen KI-Infrastruktur. Die heutigen Quartalszahlen geben den Startschuss für diesen beispiellosen Kapitalmarsch.
Die Aufmerksamkeit der Tech-Branche richtet sich heute nicht auf die erwarteten Werbeumsätze, sondern auf eine atemberaubende Finanzprognose. Führende Banken wie die Deutsche Bank und die Bank of America sehen Metas Gesamtausgaben 2026 bei 153 bis 160 Milliarden Euro. Das wäre eine massive Steigerung gegenüber 2025. Der Löwenanteil, schätzungsweise 110 bis 130 Milliarden Euro an Investitionsausgaben (Capex), fließt in Rechenzentren und Hochleistungshardware. Damit beendet Meta seine „Effizienzphase“ und startet eine neue Ära kapitalintensiven Wachstums. Das Ziel? Die Führung im Rennen um die Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI).
Der Aufbau der „Titan“-Rechenzentren
Hinter den Zahlen verbirgt sich ein konkretes Bauprogramm. Meta errichtet sogenannte „Titan-Cluster“ – riesige Rechenzentren, die immer komplexere KI-Modelle trainieren sollen. Projekte wie „Prometheus“ in Ohio oder „Hyperion“ in Louisiana, das langfristig fünf Gigawatt Leistung aufnehmen kann, sind Teil dieser Strategie. Mit der Initiative „Meta Compute“ will der Konzern die Kontrolle über diese globale Infrastrukturflotte zentralisieren. Der Plan: Durch eigene, maßgeschneiderte Rechenkapazitäten langfristig die Kosten pro KI-Abfrage zu senken. Eine teure Vorleistung, die später entscheidende operative Vorteile bringen soll.
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Solide Quartalszahlen als Fundament
Die heutigen Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 sollen das Fundament für diese Mega-Investition legen. Der Konsens erwartet einen Umsatz von rund 58,45 Milliarden Euro – ein Plus von etwa 21 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie (EPS) wird auf circa 8,21 Euro geschätzt. Die Werbesparte, angetrieben durch KI-Tools wie „Advantage+“, bleibt der Cashflow-Motor. Die Verluste der Reality Labs-Sparte, die im dritten Quartal noch bei 4,43 Milliarden Euro lagen, werden dabei weiterhin ausgeglichen. Die große Frage für Investoren: Kann das Kerngeschäft genug Geld erwirtschaften, um die explodierenden KI-Kosten zu stemmen, ohne die Profitabilität zu gefährden?
Analysten vertrauen auf die Langfriststrategie
Trotz der gewaltigen Ausgabenprognose ist die Stimmung an den Märkten positiv. Der Meta-Aktienkurs legte vor der Bekanntgabe um mehr als zehn Prozent zu. Die Deutsche Bank bekräftigte jüngst ihre „Buy“-Einstufung mit einem Kursziel von 880 US-Dollar. Das Signal: Die Anleger sind bereit, kurzfristig höhere Kosten zu akzeptieren, um langfristig an der KI-Revolution zu partizipieren. Entscheidend wird jedoch sein, wie Meta diese Infrastrukturausgaben in künftige Umsätze übersetzen will. Mit über einer Milliarde aktiven Nutzern für seine „Meta AI“-Produkte steht das Unternehmen vor der Aufgabe, diese Reichweite auch zu monetarisieren. Heute muss Mark Zuckerberg der Wall Street beweisen, dass der 160-Milliarden-Euro-Einsatz der notwendige Preis für die Zukunft ist.


