Metaverse, Manga, Millionen: Warum Cao Fei gerade alle Kunst-Regeln sprengt
28.01.2026 - 01:37:17Alle reden über Cao Fei – und ganz ehrlich: Wenn du nur ein bisschen auf Gaming, Anime, VR und Internet-Kultur vibest, kommst du an ihr gerade nicht vorbei.
Ihre Werke sehen aus wie ein Mix aus Metaverse, Second Life und Cyberpunk-Film – nur dass Museen und Sammler dafür richtig viel Geld auf den Tisch legen.
Ist das noch Kunst oder schon unser digitales Leben im Museum? Genau deswegen ist Cao Fei gerade ein Must-See – für dein Insta-Feed und dein inneres Nerd-Herz.
Das Netz staunt: Cao Fei auf TikTok & Co.
Cao Fei ist so ziemlich die Definition von zeitgenössischer Netzkultur-Kunst: Avatare, Avionics, Neonfarben, VR-Installationen, Roboter, Fabrikhallen, Cosplayer – alles verschmilzt zu surrealen Welten, die aussehen wie ein AAA-Game-Trailer, aber vollgepackt sind mit Gesellschaftskritik.
In Clips aus Museen und Biennalen siehst du Leute mit VR-Brillen in digitalen Städten rumwandern, zwischen Avataren, die aussehen wie Anime-Figuren auf Steroiden. Viele posten genau das: "Endlich mal Kunst, die sich anfühlt wie mein Feed."
Optisch ist das Ganze extrem Instagrammable: Neon-Lights, futuristische Stadtlandschaften, dystopische Räume, Screens überall. Perfekt für Reels und TikToks, in denen man in diese Welten hineingezogen wird – und genau das passiert gerade international.
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Cao Fei ist keine Newcomerin, sondern schon lange ein Kunst-Hype – spätestens seit sie die digitale Kultur Chinas auf Weltniveau gebracht hat. Drei Werke solltest du unbedingt kennen, bevor du in den nächsten Museumsshop stolperst:
- "RMB City" (Second-Life-Metropolis)
Ein komplett virtuelles Stadtprojekt, das sie in der Online-Welt Second Life aufgebaut hat: schwebende Gebäude, futuristische Wolkenkratzer, riesige Symbol-Architektur. Du konntest als Avatar diese Stadt betreten, Kunstwerke erleben, digitale Performances besuchen. Heute gilt das Ding als Proto-Metaverse-Kunst, lange bevor Mark Zuckerberg das Wort überhaupt richtig gepusht hat. - "Whose Utopia" (Fabrik-Träume)
Eine Mischung aus Film, Performance und Doku über Arbeiter:innen in einer chinesischen Glühbirnenfabrik. Plötzlich tanzen Ballettfiguren zwischen Maschinen, ein junger Mann steht mit E-Gitarre mitten in der Produktionshalle. Visuell wunderschön, inhaltlich hart: Es geht um Träume, Monotonie, Kapitalismus. Dieses Werk taucht dauernd in Reels und Video-Essays auf, weil es perfekt die Frage stellt: Wo bleibt unser eigenes Utopia im 9-to-5? - "Asia One" & die Roboter-Zukunft
In diesem Film-/Installationsprojekt zeigt Cao Fei ein halb-automatisiertes Logistikzentrum mit Robotern, Förderbändern und minimal menschlicher Präsenz. Es sieht aus wie eine Amazon-Fulfillment-Halle im Arthouse-Kino: hyperästhetisch, aber bedrückend. Thema: Automatisierung, Einsamkeit, KI und Arbeit. Kein Zufall, dass dieses Werk ständig im Kontext von AI-Debatten geteilt wird.
Skandal im klassischen Sinn? Keine Schredder-Performance wie bei Banksy – aber ihre Themen sind politisch scharf: Überwachung, Turbo-Kapitalismus, Entfremdung. Genau das sorgt regelmäßig für heiße Diskussionen in Kommentarspalten: Ist das Kritik – oder stylischer Ästhetik-Overkill ohne Lösung?
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Für alle, die direkt an Investment denken: Ja, der Markt für Cao Fei ist längst im Blue-Chip-Modus.
Bei großen Auktionshäusern wie Christie's und Sotheby's erzielen ihre Videoarbeiten, Installationen und Foto-Serien sechsstellige Beträge. Einzelne wichtige Werke wurden laut Marktberichten bereits im hohen sechsstelligen Bereich gehandelt – ein klarer Hinweis, dass institutionelle Sammler und große Kollektionen sie langfristig setzen.
Damit liegt sie in der Liga der etablierten internationalen Medienkünstler:innen, weit weg von "mal schnell ein NFT flippen". Ihre Preise sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, parallel zur wachsenden Präsenz in Museen, Biennalen und großen Sammlungen.
Kurzer Karriererundown, warum die Preise so ziehen:
- International gefragt: Teilnahme an den wichtigsten Biennalen, Solo-Ausstellungen in renommierten Museen weltweit, Präsenz in Sammlungen von Top-Institutionen.
- Früh auf Digital gesetzt: Während viele die Digitalisierung der Kunst noch belächelt haben, hat Cao Fei schon mit Game-Welten, Avataren und virtuellen Städten gearbeitet.
- Relevante Themen: Arbeit, Globalisierung, Urbanisierung, Internet-Kultur – genau die Themen, die unsere Gegenwart prägen und die Sammler:innen langfristig spannend finden.
Für junge Sammler:innen heißt das: Originalarbeiten sind kaum noch im Schnäppchen-Segment zu finden. Interessant können Editionen, Fotoarbeiten oder kleinere Video/Print-Editionen sein – sofern du überhaupt an welche rankommst.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Gute News: Cao Fei ist nicht nur im Netz, sondern regelmäßig in großen Häusern präsent. Schlechte News: Die Ausstellungen rotieren schnell – du musst also wach bleiben.
Aktuell sind keine konkret datierten neuen Ausstellungen verlässlich öffentlich gelistet, die über längere Zeit sicher planbar wären. Das Programm großer Museen und Galerien wird laufend aktualisiert – und bei Medienkunst wie dieser ändern sich Präsentationen oft kurzfristig.
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die mit fixen, belastbaren Zeitangaben angekündigt wären, die sich zum Zeitpunkt der Recherche eindeutig bestätigen lassen.
Wenn du wissen willst, wo du Cao Fei als nächstes live sehen kannst, führt kein Weg an den offiziellen Seiten vorbei:
- Offizielle Seite von Cao Fei – Projekte, News, Hintergrundinfos
- Sprueth Magers Galerieprofil – Ausstellungen, verfügbare Werke & Ausstellungshistorie
Tipp für Reiselustige: Wenn du in einer Kunst-Großstadt unterwegs bist (Berlin, London, Paris, Hongkong, New York), lohnt sich ein schneller Check der großen Museen und Kunsthallen – Cao-Fei-Arbeiten tauchen immer wieder in Gruppenausstellungen zu digitalen Themen, Städte-Utopien und Zukunft der Arbeit auf.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du Kunst willst, die sich nicht anfĂĽhlt wie ein staubiges Seminar, sondern wie ein Live-Scroll durch deine For-You-Page, ist Cao Fei ein Pflichtprogramm.
Sie verbindet Memes, Metaverse-Ästhetik, Fabrik-Realität und Zukunftsangst zu Bildern und Filmen, die gleichzeitig schön, verstörend und extrem zeitgeistig sind. Kein Wunder, dass die Community zwischen "Meisterwerk" und "Overhyped" diskutiert – genau dieser Spannungsraum macht sie spannend.
Für dein Portfolio: Cao Fei ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein Name, der in großen Sammlungen gesetzt ist. Für dein Feed: Ihre Installationen sind Must-See-Material – visuell stark, inhaltlich deep genug, um nicht nach 3 Sekunden zu verblassen.
Ob du am Ende sagst: "Das ist die Kunst unserer Generation" oder "What did I just watch?" – eins ist klar: Ignorieren kannst du Cao Fei gerade nicht.


