Micron Aktie: DA Davidson peilt 1.000 Dollar an
12.05.2026 - 13:13:04 | boerse-global.deMicron hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 729 Prozent zugelegt. Das ist keine Übertreibung — das ist das Ergebnis einer strukturellen Verschiebung im globalen Speichermarkt, die Analysten gerade erst zu beziffern beginnen.
Kursziele bis 1.000 Dollar
DA Davidson initiierte die Abdeckung mit einem Kaufrating und einem Kursziel von 1.000 Dollar. Die Kernthese: DRAM löst sich als kritischer Engpass vom CPU-Markt. Drei Anbieter — Samsung, SK Hynix und Micron — kontrollieren die weltweite Produktion. Kapazitäten lassen sich nicht kurzfristig hochfahren.
Melius Research folgt mit einem Kaufrating und einem Ziel von 700 Dollar. Die Begründung: KI-Nachfrage über DRAM, NAND und High-Bandwidth-Memory könne diesen Zyklus bis zum Ende des Jahrzehnts tragen. Mizuho-Analyst Vijay Rakesh hob sein Kursziel von 545 auf 740 Dollar an. Er schätzt, dass NAND-Vertragspreise 2026 um rund 510 Prozent steigen könnten, DRAM um etwa 355 Prozent — jeweils im Jahresvergleich.
„Memflation" als Marktdynamik
Gartner prägte den Begriff „Memflation" für das aktuelle Preisumfeld. Das Analysehaus erwartet, dass DRAM-Preise 2026 um 125 Prozent steigen, NAND-Preise um 234 Prozent. Eine spürbare Entspannung kommt laut Gartner frühestens Ende 2027.
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Die Folge: Der globale Speichermarkt soll von 216 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf über 633 Milliarden Dollar in 2026 wachsen. Meta, Microsoft und Apple bestätigten in jüngsten Earnings Calls höhere Speicherkosten. Mark Zuckerberg nannte steigende Speicherpreise explizit als Grund für Metas erhöhte Investitionsplanung.
Das Angebot kann nicht mithalten. Microns Chief Business Officer Sumit Sadana machte auf dem Analysten-Call nach dem zweiten Fiskalquartal klar: Selbst aggressive Investitionen schließen die Lücke nicht schnell. Neue Fertigungskapazitäten in Idaho und Taiwan liefern frühestens im Fiskaljahr 2028 nennenswerte Mengen. Die Investitionsausgaben für das laufende Fiskaljahr sollen mehr als 25 Milliarden Dollar erreichen — noch vor wenigen Monaten lag die eigene Prognose bei 20 Milliarden.
Starke Zahlen, aber auch Risiken
Der Umsatz stieg zuletzt um 196 Prozent, der Gewinn um 771 Prozent. Für das Fiskaljahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 58,11 Dollar — nach 8,29 Dollar im Vorjahr. Die HBM-Kapazität für 2026 ist laut TD Cowen bereits vollständig vorverkauft.
Kein Wunder, dass die Aktie heute auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei rund 690 Euro klettert — ein Plus von fast neun Prozent allein an diesem Montag.
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Allerdings gibt es kritische Stimmen. Investor James Foord stufte Micron von „Strong Buy" auf „Buy" herunter. Er sieht oberhalb von 600 Dollar kaum noch Aufwärtspotenzial und verweist auf Alphabets TurboQuant-Forschung, die den KI-Speicherbedarf langfristig um den Faktor sechs senken könnte. Gartner warnt zudem, dass die Preisexplosion die Nachfrage außerhalb des KI-Segments bis 2028 ausbremsen dürfte.
Der RSI liegt bei knapp 78 — technisch überkauft. Wer auf Micron setzt, wettet darauf, dass die Fundamentaldaten die Bewertung noch eine Weile tragen. Die nächste Bewährungsprobe liefert das dritte Fiskalquartal, dessen Ergebnisse im Sommer erwartet werden.
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