Microsoft, Abschaltung

Microsoft erlaubt Abschaltung von Copilot in Windows 11

28.03.2026 - 00:00:35 | boerse-global.de

Microsoft reagiert auf Nutzerkritik und regulatorischen Druck, indem es die KI-Funktion Copilot in Windows 11 nun optional macht. Ein neues Update erlaubt die vollständige Entfernung.

Microsoft erlaubt Abschaltung von Copilot in Windows 11 - Foto: über boerse-global.de
Microsoft erlaubt Abschaltung von Copilot in Windows 11 - Foto: über boerse-global.de

Microsoft gibt Nutzern die Kontrolle über KI-Features zurück. Mit einem neuen Update ermöglicht der Konzern erstmals die vollständige Deinstallation der Copilot-KI aus Windows 11. Der Schritt markiert eine strategische Wende.

Die Änderungen sind Teil des optionalen KB5079391-Updates, das heute veröffentlicht wurde. Sie folgen auf massive Kritik von Unternehmen und Power-Usern, die die KI-Integration als störenden "KI-Bloat" bezeichneten. Microsoft reagiert damit auch auf regulatorischen Druck aus der EU.

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Neue Kontrolle für IT-Administratoren

Herzstück der Neuerung ist die offizielle RemoveMicrosoftCopilotApp-Richtlinie. Sie erlaubt IT-Abteilungen, die Copilot-App zentral von verwalteten Geräten zu entfernen – und zwar dauerhaft. Bislang ließ sich das Symbol nur aus der Taskleiste verstecken.

Die Deinstallation ist jedoch an Bedingungen geknüpft: Sowohl die Consumer- als auch die Enterprise-Version von Copilot müssen installiert sein. Zudem darf die App 28 Tage lang nicht gestartet worden sein. Da Copilot oft automatisch startet, müssen Nutzer dies zunächst manuell deaktivieren.

"Die 28-Tage-Frist ist eine bewusste Hürde", analysieren Branchenbeobachter. Sie soll verhindern, dass genutzte Tools versehentlich gelöscht werden. Für viele Unternehmen bleibt der Prozess damit umständlich.

Qualitätsoffensive statt "KI-über-alles"

Die technischen Änderungen sind Teil einer breiteren Qualitätsoffensive unter Windows-Chef Pavan Davuluri. In einem offenen Brief räumte er kürzlich ein, Microsoft habe Nutzerfeedback zur Systemperformance ernst genommen.

Statt Copilot als allgegenwärtige schicht über das System zu legen, verfolgt Microsoft nun einen modularen Ansatz. Die KI wird zum optionalen Baustein. Erste Zwangsintegrationen wurden bereits aus System-Apps wie dem Snipping Tool, Photos und Notepad entfernt.

"Wir wollen, dass KI-Erlebnisse wirklich nützlich sind, nicht nur vorhanden", so Davuluri. Eine Abkehr von der früher propagierten Vision eines durchgängig "intelligenten" Betriebssystems.

Update bringt lang ersehnte Features

Das KB5079391-Update enthält neben den KI-Anpassungen fast 30 weitere Verbesserungen. Besonders bemerkenswert: Endlich gibt es einen Umschalter für Smart App Control. Bisher ließ sich diese Sicherheitsfunktion nur durch eine Neuinstallation aktivieren oder deaktivieren.

Für Gamer und Profis bringt das Update native Unterstützung für Monitore mit bis zu 1000 Hz Bildwiederholrate. Zudem verbessert es die HDR-Zuverlässigkeit und das Strommanagement für USB4-Monitorverbindungen.

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Microsoft signalisiert damit, dass es auf die Kritik leistungsorientierter Nutzer hört. Die Bündelung von Performance-Features mit mehr Nutzerkontrolle ist kein Zufall.

EU-Druck und Apple als Treiber

Die Entscheidung fällt nicht in einem luftleeren Raum. In Europa zwingt der Digital Markets Act (DMA) große Plattformen dazu, vorinstallierte Software leicht entfernbar zu machen. Microsoft kommt mit der neuen Richtlinie diesen regulatorischen Anforderungen zuvor.

Gleichzeitig setzt die Konkurrenz Maßstäbe: Apples neuer "Neo"-MacBook erntet Lob für sein fokussiertes Nutzererlebnis ohne "KI-Lärm". Microsofts Kurswechsel wird auch als strategische Reaktion darauf gewertet, um die Abwanderung von Profi-Nutzern zu verhindern.

Auch das Windows-Insider-Programm hat Wirkung gezeigt. Forderungen nach weniger System-Bloat und flexibleren Taskleisten gehörten zu den häufigsten Wünschen im Feedback-Hub.

Die Zukunft: KI zum Nachrüsten

Die Zukunft der KI in Windows 11 wird modular. Statt sie ins System zu zwingen, will Microsoft Copilot und ähnliche Features künftig als standalone Apps im Microsoft Store anbieten. Updates könnten so schneller erscheinen, ohne das gesamte Betriebssystem zu betreffen.

Für Nutzer entsteht mehr Wahlfreiheit: Wer KI für Coding oder Texterstellung braucht, kann sie einfach installieren. Wer ein klassisches Windows bevorzugt, erhält den Weg zu einem "sauberen" System zurück.

Mit Windows 11 nahe der 75-Prozent-Marktanteilsmarke steht viel auf dem Spiel. Mehr Nutzerkontrolle könnte langfristig die Zufriedenheit erhöhen – und verhindern, dass Microsoft den Ruf als produktivstes Betriebssystem verliert.

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