Mieten, Metropolen

Mieten in deutschen Metropolen steigen 2026 weiter an

10.02.2026 - 04:44:12

Die Mieten in deutschen Metropolen steigen weiter an, angetrieben von einer massiven Neubau-Lücke und ungebrochen hoher Nachfrage. München bleibt mit über 20 Euro pro Quadratmeter Spitzenreiter.

Mieter in deutschen Großstädten müssen sich auf weiter steigende Wohnkosten einstellen. Prognosen deuten auf Mietsteigerungen von bis zu fünf Prozent hin. Der Grund: Ein massiver Neubau-Mangel trifft auf ungebrochen hohe Nachfrage.

Neubau-Lücke als Hauptproblem

Die zentrale Ursache ist eine chronische Unterversorgung. Während der jährliche Bedarf auf über 370.000 Wohnungen geschätzt wird, rechnen Experten für 2026 mit lediglich 175.000 bis 215.000 Fertigstellungen. Diese gewaltige Lücke treibt die Preise.

Die Bautätigkeit wird von mehreren Faktoren ausgebremst:
* Explodierende Kosten: Seit 2021 stiegen die Materialpreise um 34 Prozent, die Löhne im Baugewerbe um 18 Prozent.
* Teure Finanzierung: Hohe Zinsen und restriktive Kreditvergabepraxis erschweren neue Projekte.

Diese Kosten geben Bauträger direkt an die Mieter weiter.

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Nachfrage bleibt in Städten hoch

Gleichzeitig reißt der Zuzug in die Ballungszentren nicht ab. Attraktive Jobs und Infrastruktur locken weiterhin Menschen in die Metropolen. Ein zusätzlicher Treiber ist der demografische Wandel: Immer mehr Menschen leben allein.

Laut Prognosen könnte der Anteil der Single-Haushalte bis 2045 auf 44 Prozent steigen. Das erhöht den Bedarf an kleineren Wohnungen – einem Segment, das besonders knapp ist.

München ist und bleibt Spitzenreiter

Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. An der Spitze thront unangefochten München. Hier kostete der Quadratmeter im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 20,44 Euro – ein Plus von 5,7 Prozent zum Vorjahr.

Auch Hamburg und Frankfurt verzeichnen spürbare Steigerungen. Etwas moderater fiel der Anstieg in Berlin aus: Hier legte die Durchschnittsmiete auf 13,11 Euro pro Quadratmeter zu, was einem Wachstum von 1,62 Prozent entspricht. Der Druck bleibt dennoch hoch.

Wann kommt die Entspannung?

Für eine grundlegende Entspannung ist es noch zu früh. Der Markt bleibt ein klarer Vermietermarkt: Neuangebote sind rar und oft binnen Stunden vergeben. Politische Initiativen wie der „Bau-Turbo“ brauchen Jahre, um zu wirken.

Solange die Nachfrage das Angebot so deutlich übersteigt, geht der Trend nur in eine Richtung: nach oben. Bezahlbarer Wohnraum in den Metropolen bleibt eine der größten sozialen Herausforderungen.

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