Military, Metals

Military Metals Aktie: Trojarova-Lizenz entzogen

20.06.2026 - 17:31:39 | boerse-global.de

Military Metals kämpft um seine slowakische Explorationslizenz. Der Aktienkurs fällt weiter, während die Berufung beim Umweltministerium anhängig ist.

Military Metals Aktie: Berufung eingelegt, Zukunft ungewiss
Military - Ein Manager im Anzug blickt aus einem Hochhausbüro auf die Stadt. Im Vordergrund ein unscharfes, ungültiges Dokument. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Kurs liegt bei 0,10 Euro. Seit Oktober 2025 hat die Aktie von Military Metals rund 74 Prozent verloren. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht absehbar — solange die slowakischen Behörden schweigen.

Genehmigung weg, Berufung eingereicht

Am 12. Juni 2026 legte Military Metals beim slowakischen Umweltministerium formell Berufung ein. Das Ministerium hatte zuvor die Explorationslizenz für das Trojarova-Antimon-Gold-Projekt ohne Vorankündigung entzogen. Das Unternehmen hält die Entscheidung für rechtswidrig — und verweist auf einen bemerkenswerten Widerspruch.

Dasselbe Ministerium hatte das Trojarova-Projekt noch kurz zuvor in Slowakiens Nationalprogramm für kritische Rohstoffe aufgeführt. Dieses Programm wurde der EU-Kommission unter Artikel 19 der Verordnung (EU) 2024/1252 übermittelt. Antimon gilt darin als strategisch wichtig für Europas Rohstoffversorgung. Das Unternehmen argumentiert: Eine Lizenzrevokation widerspricht dieser Einschätzung direkt.

Allerdings räumt Military Metals selbst ein, dass die Berufung scheitern könnte. Das politische und regulatorische Umfeld in der Slowakei sei dynamisch. Der Ausgang bleibt offen.

Technischer Meilenstein im Limbo

Dabei hatte das Unternehmen zuletzt echte Fortschritte vorzuweisen. Ende April 2026 veröffentlichte Military Metals eine erste Ressourcenschätzung für Trojarova: 67.000 Tonnen Antimon und 222.000 Unzen Gold als abgeleitete Ressource. Im März waren die finalen Analyseergebnisse einer Definitionsbohrung erschienen.

Diese Arbeit ist nun blockiert. Solange die Lizenz revoziert bleibt, kann das Unternehmen auf dem Gelände nicht operieren. Der technische Fortschritt existiert — aber er hat vorerst keinen praktischen Wert.

Markt bestraft Unsicherheit

Die Kursentwicklung spricht eine klare Sprache. Allein am vergangenen Freitag verlor die Aktie 14 Prozent. Über sieben Handelstage summiert sich das Minus auf knapp 24 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,23 Euro — mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs. Der RSI notiert bei 23, tief im überverkauften Bereich. Käufer tauchen dennoch nicht auf.

Das breitere Antimon-Umfeld bietet wenig Rückenwind. Der Preis liegt aktuell bei rund 51,80 Dollar je Kilogramm — seit Jahresbeginn 2025 ein Rückgang von knapp 22 Prozent. Strukturell bleibt der Markt eng: Chinesische Exportbeschränkungen, steigende Rüstungsausgaben und kaum verfügbare Raffineriekapazitäten außerhalb Chinas stützen die Preise weiterhin deutlich über dem Niveau von 2023. Für Military Metals ist das aber nur relevant, wenn die Lizenzfrage geklärt ist.

Bis das slowakische Umweltministerium auf die Berufung antwortet, bleibt der Status des einzigen wesentlichen Assets des Unternehmens ungeklärt. Der Markt preist derzeit kein positives Ergebnis ein.

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