MillerKnoll Aktie: Kurssturz nach Zahlen
26.03.2026 - 14:24:33 | boerse-global.deDer Möbelhersteller MillerKnoll hat seine Quartalszahlen vorgelegt – und die Reaktion an der Börse fiel deutlich aus. Die Aktie verlor heute rund 14 Prozent, nachdem sowohl die Ergebnisse als auch der Ausblick hinter den Erwartungen zurückblieben.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,43 Dollar, während Analysten mit 0,45 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz lag bei 926,6 Millionen Dollar – ebenfalls knapp unter dem Konsens von 941,95 Millionen Dollar. Zwar stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 5,8 Prozent, doch an der Erwartungslücke ändert das wenig.
Nahost-Konflikt drĂĽckt auf den Ausblick
Schwerer als die Quartalszahlen selbst wiegt die enttäuschende Prognose für das vierte Quartal. MillerKnoll rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,49 und 0,55 Dollar – der Mittelwert von 0,52 Dollar liegt deutlich unter dem Analystenkonsens von 0,61 Dollar. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen 955 bis 995 Millionen Dollar, was ebenfalls unter den Markterwartungen liegt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Herman Miller?
Ein wesentlicher Grund: der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Aufträge im Wert von rund 12 Millionen Dollar, die eigentlich in die Region geliefert werden sollten, dürften im laufenden Quartal nicht ausgeführt werden können. Hinzu kommen steigende Logistikkosten durch den hohen Ölpreis, was die Marge zusätzlich belastet. Der direkte Ergebniseffekt für das vierte Quartal wird auf 8 bis 9 Millionen Dollar beziffert – oder 0,09 bis 0,10 Dollar je Aktie.
Starke Auftragslage als Gegengewicht
Jenseits der geopolitischen Belastungen zeigt das operative Geschäft durchaus Stärke. Die Aufträge stiegen im dritten Quartal um 9,2 Prozent auf 932 Millionen Dollar – besonders das Nordamerika-Geschäft und der globale Einzelhandel liefen gut. Auch die Bruttomarge verbesserte sich leicht auf 38,1 Prozent. Im Quartal wurden 41 Millionen Dollar Schulden abgebaut, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sank auf 2,75.
Das Tech-Segment in Nordamerika – angetrieben durch die KI-Investitionswelle – zieht spürbar an. Für das Unternehmen eröffnet sich dort ein Nachfrageschub, der mittelfristig ins Gewicht fallen könnte. Ob das reicht, um die kurzfristigen Belastungen zu kompensieren, hängt stark davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten die Liefer- und Kostenketten stört.
Der heutige Kursrückgang spiegelt vor allem die Unsicherheit über die weitere Entwicklung wider – weniger eine fundamentale Schwäche des Geschäftsmodells.
Herman Miller-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Herman Miller-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten Herman Miller-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Herman Miller-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Herman Miller: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis MillerKnoll Aktien ein!
FĂĽr. Immer. Kostenlos.

