E-Auto-Krise: Kretschmer mahnt zu niedrigeren Strompreisen
23.09.2025 - 13:59:05 | dpa.deWer E-MobilitĂ€t wolle, der mĂŒsse die Ladeinfrastruktur ausbauen und fĂŒr gĂŒnstigen Strom sorgen, sagte er nach einem GesprĂ€ch mit der FĂŒhrung von Volkswagen DE0007664039 Sachsen in Lichtenstein (Landkreis Zwickau).
Volkswagen ist mit Produktionsstandorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden in Sachsen vertreten. Die Zwickauer Autofabrik war im Konzern Vorreiter beim Umstieg vom Verbrenner auf E-Autos. Weil sich die Nachfrage nach solchen Autos aber nicht so entwickelt wie erhofft und es groĂe ĂberkapazitĂ€ten an den deutschen VW DE0007664039-Standorten gibt, wird auch in Sachsen die Produktion zurĂŒckgefahren und Personal abgebaut.
Sachsen soll Automobilland blieben
"Volkswagen ist in der Pflicht", betonte Kretschmer nach dem GesprĂ€ch. Es mĂŒsse eine Lösung gefunden werden, dass Sachsen Automobilland bleibe. In Zwickau gebe es einen besonderen industriellen Kern in Ostdeutschland, der erhalten werden mĂŒsse. "Das ist eine nationale Aufgabe. Da ist auch die Bundesregierung in der Pflicht." Das Land werde darĂŒber hinaus die Transformation in der Region mit rund 100 Millionen Euro unterstĂŒtzen, hieĂ es.
VW stehe symptomatisch fĂŒr die Wirtschaft in Deutschland, sagte Kretschmer: "Wir sind nicht wettbewerbsfĂ€hig." Die Energiepreise und die Arbeitskosten seien schlicht zu hoch, und es brauche mehr FlexibilitĂ€t im Arbeitsrecht. "Wir sehen dieses Land wie Gulliver gefesselt am Boden mit einer riesigen Anzahl kleinster Mikrosteuerung." Es gebe keine Alternative dazu, wieder wettbewerbsfĂ€higer im Vergleich zu anderen LĂ€ndern zu werden. Sonst drohe eine weitere Deindustrialisierung.
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