ROUNDUP, StÀrkster

StÀrkster Taifun seit 75 Jahren trifft Shanghai

16.09.2024 - 11:32:56

Mit heftigem Regen und starken Böen hat Taifun "Bebinca" die chinesische Millionenstadt Shanghai lahmgelegt.

Die Behörden stoppten den Fernzug- und FĂ€hrverkehr, sagten am Vormittag alle FlĂŒge an den internationalen FlughĂ€fen ab und sperrten Autobahnzufahrten, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

Der Tropensturm traf am Morgen (Ortszeit) auf die Metropolregion mit fast 25 Millionen Einwohnern. Berichte ĂŒber Tote oder Verletzte sowie grĂ¶ĂŸere SchĂ€den gab es zunĂ€chst nicht. Das Staatsfernsehen veröffentlichte Fotos von Alleen mit umgeknickten BĂ€umen. Auf chinesischen Online-Plattformen waren Videos von GebĂ€uden zu sehen, von denen Teile der Fassade auf die Straße fielen - in einem Fall verfehlten die TrĂŒmmer nur knapp einen Linienbus. Andere Videos zeigten, wie der Sturm WellblechdĂ€cher davontrug oder sich Menschen wegen des starken Windes an BĂ€ume klammerten.

Am Nachmittag, als der Taifun weiter in das Landesinnere gezogen war, nahmen die FlughĂ€fen wieder langsam den Betrieb auf. "Bebinca" sei der stĂ€rkste unter den elf Taifunen, die in den vergangenen 75 Jahren die Finanzmetropole getroffen hĂ€tten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die zentrale Wetterbehörde gab die höchste Warnstufe aus. Den Meteorologen zufolge dĂŒrfte der Wind nahe dem Zentrum des Sturms Tempo 150 erreicht haben.

Weitere Gebiete betroffen

Auch die angrenzenden KĂŒstenprovinzen Ostchinas Zhejiang und Jiangsu sowie Anhui im Hinterland werden die Folgen des Taifuns demnach zu spĂŒren bekommen. Die Behörden hatten im Vorfeld Warnungen ausgesprochen. Tausende Menschen kamen in den betroffenen Gebieten vorsorglich in NotunterkĂŒnfte.

Der Taifun trifft China ĂŒber die Feiertage anlĂ€sslich des Mondfestes, zu dem Millionen von Chinesen landesweit verreisen. Erst vor etwas mehr als einer Woche hatte Taifun "Yagi" den SĂŒden Chinas getroffen, heftige SchĂ€den angerichtet und einige Todesopfer gefordert. Der Sturm zog weiter Richtung SĂŒdostasien nach Vietnam, Myanmar und Thailand, wo Hunderte Menschen in Folge von Überschwemmungen oder UnglĂŒcken starben.

@ dpa.de