Baerbock, USA

Baerbock: USA schießen sich ins eigene Knie

19.01.2026 - 09:02:37 | dpa.de

Mit ihrer Zollpolitik schaden sich die USA aus Sicht der PrÀsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, auch selbst.

Was US-PrĂ€sident Donald Trump gerade tue, sei "auch ein absoluter Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie", sagte die frĂŒhere deutsche Außenministerin im Deutschlandfunk. "Die USA sind heftigst verschuldet, haben ein absolutes Interesse daran, weiteren Handel zu treiben."

Trump will Grönland unter die Kontrolle der USA bringen und hat europĂ€ischen LĂ€ndern wegen ihres Widerstands dagegen neue Strafzölle angekĂŒndigt.

Baerbock griff eine Trump-Parole auf und sagte: ""America first" bedeutet "America alone"". Sie verwies darauf, dass auch die Charta der Vereinten Nationen Wirtschafts- und Finanzsanktionen ermögliche. "Die EuropĂ€er sind der grĂ¶ĂŸte Binnenmarkt der Welt. Wenn die EuropĂ€er gemeinsam mit anderen Staaten auf dieser Welt diese Dinge beschließen, dann hat das natĂŒrlich einen massiven Effekt."

Mit Blick auch auf Russlands Krieg in der Ukraine sagte Baerbock, wenn Trump in Grönland Erfolg habe, "dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen". Die internationale Ordnung sei unter Attacke.

Die GrĂŒnen-Politikerin erklĂ€rte, Russland und China hĂ€tten als stĂ€ndige Mitglieder des Sicherheitsrats die Aufgabe, den Weltfrieden zu sichern. "Wenn ausgerechnet diese beiden die Regeln des Weltfriedens nicht ernst nehmen, dann ist es an allen, jetzt sehr klarzumachen, dass sie geschlossen zusammenstehen."

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