Bund und LĂ€nder unterstĂŒtzen heimische Lithium-Projekte
22.07.2025 - 17:05:59Geplant sind zwei Anlagen zur Gewinnung des wichtigen Batterierohstoffes. Investor mit einem Gesamtvolumen von 690 Millionen Euro ist das Karlsruher Unternehmen Vulcan Energy.
In einer geplanten Anlage im pfĂ€lzischen Landau soll kĂŒnftig Lithiumchlorid aus dem Thermalwasser des Oberrheingrabens gefiltert werden. Dieses Zwischenprodukt soll anschlieĂend in einer weiteren geplanten Anlage im Industriepark Frankfurt-Höchst zu Lithiumhydroxid-Monohydrat weiterverarbeitet werden - einem zentralen Bestandteil fĂŒr die Batterieproduktion.
Der Bund unterstĂŒtzt nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums die Vorhaben mit insgesamt 103,6 Millionen Euro, von denen die BundeslĂ€nder Rheinland-Pfalz und Hessen jeweils 30 Prozent kofinanzieren.
Hessen: Rohstoff fĂŒr eine halbe Million E-Autos
Perspektivisch soll die Produktion in Frankfurt auf etwa 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat steigen - genug fĂŒr rund 500.000 Elektroauto-Batterien, erklĂ€rte das hessische Wirtschaftsministerium. Das Projekt schaffe rund 1.300 neue ArbeitsplĂ€tze in Hessen und rund 1.500 weitere bei Partnerunternehmen. Die Landesregierung beteilige sich an dem Bundesförderprojekt mit rund 14,6 Millionen Euro.
Lithium steht dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge seit 2013 auf der Liste der "strategisch wichtigen Rohstoffe" der EU. Als zentraler Bestandteil von leistungsfÀhigen Batterien ist Lithium strategisch wichtig, zugleich konzentriert sich die weltweite Lithiumproduktion, besonders die Weiterverarbeitung zu batterietauglichem Material, auf wenige LÀnder.

