Mittelstandsunion kritisiert geplante Sektsteuer
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 06:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Der Staat wird Haushaltslöcher nicht mit Sektkorken stopfen können", sagte Connemann dem "Tagesspiegel". Eine zusÀtzliche Belastung treffe vor allem mittelstÀndische Betriebe. Sie bezweifelt zudem, dass der Schritt am Ende nennenswert zur Konsolidierung des Haushalts beitrÀgt.
Das Bundeskabinett hat jĂŒngst ein Paket zur Anhebung von Verbrauchsteuern auf alkoholhaltige GetrĂ€nke auf den Weg gebracht. Nach den PlĂ€nen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sollen die Abgaben unter anderem auf Spirituosen und Schaumwein zum 1. Januar 2027 um 20 Prozent steigen; erwartet werden Mehreinnahmen in Höhe von 455 Millionen Euro jĂ€hrlich. Klingbeil verweist dabei auch auf gesundheitspolitische Ziele.
Connemann verwies auf die aus ihrer Sicht angespannte Lage der Wein- und Sektwirtschaft mit rĂŒcklĂ€ufigem Absatz sowie gestiegenen Kosten. Auch der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Fritz GĂŒntzler, Ă€uĂerte sich kritisch und verwies auf vergleichsweise geringe Zusatzeinnahmen bei Schaumwein. Ăber das Vorhaben werde im parlamentarischen Verfahren noch beraten.
