Mondaycom, Aktie

Monday.com Aktie: Institutionelle Flucht

27.03.2026 - 19:47:54 | boerse-global.de

Große Vermögensverwalter wie Nordea reduzieren ihre Beteiligungen drastisch, während das Unternehmen mit Sammelklagen wegen angeblicher irreführender Prognosen konfrontiert ist.

Monday.com Aktie: Institutionelle Flucht - Foto: über boerse-global.de
Monday.com Aktie: Institutionelle Flucht - Foto: über boerse-global.de

Der Ausverkauf bei Monday.com verschärft sich massiv. Während das Unternehmen juristisch unter Beschuss steht, ziehen große Vermögensverwalter die Reißleine und trennen sich im großen Stil von ihren Positionen. Das Vertrauen in die einstigen Wachstumsversprechen scheint am Markt nachhaltig erschüttert zu sein.

Großanleger ziehen Kapital ab

Aktuelle Daten zum institutionellen Anlageverhalten offenbaren eine deutliche Skepsis unter Profi-Investoren. Besonders deutlich wurde dies durch das Vorgehen der Nordea Investment Management AB. Der Vermögensverwalter reduzierte seine Beteiligung an Monday.com im vierten Quartal 2025 um rund 85 Prozent.

Dieser Rückzug von über 270.000 Aktien wiegt schwer, da institutionelle Anleger insgesamt rund 73,7 Prozent der ausstehenden Anteile halten. Wenn Schwergewichte dieser Größenordnung ihre Positionen derart drastisch abbauen, erhöht dies den Verkaufsdruck auf den gesamten Titel erheblich.

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Vorwurf der irreführenden Prognosen

Parallel zum Kapitalabfluss belasten schwere juristische Vorwürfe die Stimmung. Mehrere US-Anwaltskanzleien haben Sammelklagen initiiert. Im Kern geht es um die Behauptung, das Management habe zwischen September 2025 und Februar 2026 irreführende Angaben zu den Geschäftsaussichten gemacht.

Zentraler Streitpunkt ist das Umsatzziel von 1,8 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2027. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, an dieser Marke festgehalten zu haben, obwohl eine Verlangsamung des Neukundengeschäfts und längere Verkaufszyklen bereits absehbar waren. Die offizielle Rücknahme dieser Prognose am 9. Februar 2026 hatte bereits zu einem Tagesverlust von 21 Prozent geführt.

Chartbild bleibt kritisch

Die Aktie markierte am Freitag mit 58,02 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 52 Prozent. Zwar deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 27,9 auf eine technisch überverkaufte Situation hin, jedoch lastet die hohe Volatilität von über 50 Prozent weiterhin auf dem Kursverlauf.

Für betroffene Aktionäre rückt nun der 11. Mai 2026 als wichtiger Termin näher. Bis zu diesem Stichtag müssen Anträge auf die Funktion als Leitkläger in den laufenden Verfahren eingereicht werden. Operativ muss das Management nun beweisen, dass die korrigierten Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2026 erreicht werden können, um eine Bodenbildung oberhalb der aktuellen Tiefststände zu ermöglichen.

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