MPK sieht SeehÀfen als nationale Aufgabe
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin auf der MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Berlin gefasster Beschluss beinhalte "den dringenden Appell an die Bundesregierung, mit den LĂ€ndern endlich eine bessere und faire Finanzierung der deutschen HĂ€fen zu vereinbaren", sagte Hamburgs BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach Abschluss der Beratungen.
"Die LÀnder erwarten, dass sich der Bund wesentlich stÀrker an der Finanzierung der deutschen HÀfen beteiligt."
Bedeutung der HĂ€fen in geopolitischer Zeitenwende
Die HĂ€fen und insbesondere Hamburg als gröĂter deutscher Seehafen sicherten die Versorgung der Bevölkerung und die "Anbindung der drittgröĂten Volkswirtschaft der Welt an die internationalen MĂ€rkte", sagte Tschentscher. "Sie erfĂŒllen damit eine kritische Aufgabe im nationalen Interesse."
Durch die geopolitische Zeitenwende hĂ€tten sich die Anforderungen an die HĂ€fen stark erhöht. "Die Infrastruktur muss nicht mehr nur saniert und modernisiert, sondern auch ausgebaut, fĂŒr eine militĂ€rische Nutzung im Sinne von Dual Use ausgestattet und vor Sabotage gesichert werden."
LÀnder mahnen stÀrkeres finanzielles Engagement des Bundes an
Deutschland könne den maritimen Sektor nur dann zukunftsfÀhig entwickeln, "wenn die Bundesregierung ihre Zusage aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und die Nationale Hafenstrategie als gemeinsame Aufgabe von Bund und LÀndern auch gemeinsam finanziert".
Hafenwirtschaft und KĂŒstenlĂ€nder beklagen seit Jahren eine strukturelle Unterfinanzierung der SeehĂ€fen. Die Bundesregierung investiert jĂ€hrlich 38,3 Millionen Euro als "Hafenlastenausgleich" fĂŒr alle HĂ€fen. Aus Sicht des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) reicht das hinten und vorn nicht aus - er fordert 500 Millionen Euro im Jahr.
