Musk bestreitet PlÀne zu Trennung von Teslas China-GeschÀft
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 07:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTesla-Chef US88160R1014 Elon Musk hat einen Bericht zurĂŒckgewiesen, wonach der Elektroautobauer eine Trennung vom China-GeschĂ€ft erwĂ€gt, um den Weg fĂŒr eine Fusion mit seiner Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 freizumachen. Das seien "Fake News", schrieb Musk auf seiner Online-Plattform X als Antwort auf einen spĂ€ter gelöschten Beitrag zu einem entsprechenden Bericht der Zeitung "Wall Street Journal". Aus Teslas Werk in Shanghai kommt bisher mehr als die HĂ€lfte der weltweiten Produktion der Firma. Das einzige andere Werk auĂerhalb der USA ist in GrĂŒnheide bei Berlin.
Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf eine informierte Person, einige Tesla-Manager seien angewiesen worden, sich auf eine Trennung vom China-GeschĂ€ft vor einem potenziellen Zusammenschluss vorzubereiten. Einer weiteren Quelle zufolge hĂ€tten Berater ĂŒber Optionen wie eine Abspaltung, einen Verkauf oder eine SchlieĂung beraten, schrieb das Blatt.
Schon lange Stoff fĂŒr GerĂŒchte
Spekulationen ĂŒber einen möglichen Zusammenschluss von Tesla mit der ebenfalls von Musk gefĂŒhrten Raumfahrt- und KI-Firma gibt es schon lĂ€nger. Bei der Vorlage von Tesla-Quartalszahlen schaffte Musk sie vergangene Woche nicht wirklich aus der Welt. Nach einer entsprechenden Analystenfrage sprach er von Ăberschneidungen zwischen den Unternehmen - und sagte dann, man könne in einer Telefonkonferenz zu Quartalszahlen nicht ĂŒber eine Zusammenlegung von Firmen reden. "Das muss mit einem angemessenen Verfahren gemacht werden." Danach ĂŒbergab er das Wort an Chefjustiziar Brandon Ehrhart, der noch einmal gemeinsame Projekte wie den Bau einer Chipfabrik mit dem Namen Terafab hervorhob
China-GeschĂ€ft stĂŒnde Fusion im Weg
Eine Zusammenlegung von Tesla und SpaceX wĂ€re nicht möglich, solange der Elektroautobauer ein China-GeschĂ€ft hat. Denn SpaceX ist aktuell unverzichtbar fĂŒr die amerikanische Raumfahrt und bekommt viele US-RegierungsauftrĂ€ge fĂŒr Raketenstarts - auch fĂŒr das MilitĂ€r. DarĂŒber hinaus spielt die Firma eine wichtige Rolle im neuen US-Mondprojekt.
Das "Wall Street Journal" schrieb, Musk habe das China-GeschÀft bereits so organisiert, dass es im Falle geopolitischer Spannungen zwischen Washington und Peking abgetrennt werden könne.
Ausbau in GrĂŒnheide
Im Werk GrĂŒnheide lĂ€uft gerade eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl an. "Die ersten 1.000 Mitarbeiter fĂŒr die erste Phase des Hochlaufs von 5.000 auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche sind bereits eingestellt", teilte eine Tesla-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Rekrutierung der nĂ€chsten 1.000 BeschĂ€ftigten fĂŒr die ab Oktober beginnende Ausweitung auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche starte im September. Tesla hatte im April angekĂŒndigt, die Produktion angesichts einer gestiegenen Nachfrage deutlich auszuweiten.
Tesla hatte in einer ersten Phase eine Produktion in GrĂŒnheide von 500.000 Autos im Jahr angepeilt. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Der Ausbau, den das Unternehmen von der Marktlage abhĂ€ngig macht, lag allerdings zunĂ€chst auf Eis. Mit 7.500 Fahrzeugen pro Woche wĂ€ren es nun rechnerisch rund 375.000 im Jahr.
SpaceX-Aktie schwÀchelt
SpaceX ging im Juni an die Börse und nahm dabei getragen von Musks groĂen KI-Zukunftsversprechen einen Rekorderlös von rund 75 Milliarden Dollar ein. Nach anfĂ€nglichen Kursgewinnen notiert die SpaceX-Aktie inzwischen deutlich unter dem Ausgabepreis. Bei SpaceX hat Musk dank einer höheren Beteiligung und Aktien mit mehr Stimmrechten komplett das Sagen, bei Tesla strebt er eine solche Position seit Jahren an. SpaceX schluckte bereits Musks KI-Firma xAI. Zuvor hatte Musk die Online-Plattform X in xAI eingebracht.
Musk spricht davon, Tesla vom Autoverkauf auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter auszurichten. In beiden Bereichen liegt Tesla aber hinter seinen ambitionierten AnkĂŒndigungen zurĂŒck.
