Mutter und Sohn bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 13:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der MilitÀrverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jÀhrige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen.
Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die GroĂmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien.
In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fĂŒnf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur.
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj forderte Druck auf Unternehmen. Die Lieferketten fĂŒr auslĂ€ndische Bauteile mĂŒssten unterbrochen werden. Russland setze gegen Frontgemeinden tĂ€glich etwa 220 Gleitbomben ein, die es trotz Sanktionen herstelle und anpasse, schrieb er in sozialen Medien.
Drohungen vor dem nÀchsten Winter
Derweil drohte das Verteidigungsministerium in Moskau in einem Telegram-Post, die Ukraine im Winter einzufrieren. Es veröffentlichte ein Bild, das fliegende Drohnen und den Schriftzug "Wie Schnee auf den Kopf" zeigt. Dazu wurde geschrieben: "Im Winter werdet ihr einfrieren." Im vergangenen Winter hatte Moskau massiv die ukrainische Energieversorgung attackiert. Teilweise waren Millionen Menschen in dem Land bei zweistelligen Minusgraden ohne Strom, Wasser und Heizung. Das ukrainische MilitĂ€r reagierte mit dem Bild einer RauchsĂ€ule ĂŒber einer Ălanlage in Russland. "Wir werden uns am Feuer russischer Raffinerien wĂ€rmen", hieĂ es.
Ukrainische Gegenangriffe zielen auf Hafen und VersandhÀndler
Die ukrainischen StreitkrĂ€fte setzten ihre Gegenangriffe auf Russland unterdessen fort. Ăber der Region Leningrad seien 51 Drohnen abgewehrt worden, teilte Gouverneur Alexander Drosdenko mit. In der Folge sei ein Feuer im Hafen Ust-Luga ausgebrochen. Die SchĂ€den durch den Drohnenangriff wurden seinen Angaben zufolge allerdings schnell beseitigt. Der Ostseehafen Ust-Luga ist wichtig etwa fĂŒr den Export von FlĂŒssiggas, DĂŒngemittel und Kohle. Er war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe.
Auch in der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer berichteten Behörden von SchĂ€den. HerabstĂŒrzende DrohnentrĂŒmmer beschĂ€digten demnach die Wand eines Lagerhauses des VersandhĂ€ndlers Wildberries. Verletzt wurde demnach niemand.
Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit fast viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. In seinem Abwehrkampf setzt Kiew vor allem auf Drohnenangriffe auf das russische Hinterland.
