Nach Coca-Cola und Nestlé: Auch Danone Àndert Flaschen
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 15:54 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAlle drei Konzerne erklĂ€rten sich nach einer Beschwerde von VerbraucherschĂŒtzern und GesprĂ€chen unter Leitung der EU-Kommission bereit, Aussagen zur eigenen Nachhaltigkeit zu prĂ€zisieren, wie aus einer Mitteilung der BrĂŒsseler Behörde hervorgeht.
Wörtchen fliegt raus, EinschrÀnkung kommt dazu
Konkret soll kĂŒnftig auch bei Danone der Behauptung "100 Prozent recycelt" einschrĂ€nkend "ohne Deckel und Etikett" hinzugefĂŒgt werden. Beim Hinweis "Recycle mich nochmal" (englisch: "Recycle me again") soll zudem auf das "nochmal" verzichtet werden. Damit soll der Eindruck vermieden werden, eine Flasche sei schon vor dem Kauf recycelt worden. Die Zusagen gelten auch fĂŒr Werbung auf Websites sowie in sozialen Netzwerken.
Damit passen sie ihre Werbung der EU-Kommission zufolge an europÀische Regeln zum Verbraucherschutz an. Coca-Cola und Nestlé hatten bereits in den vergangenen Monaten begonnen, den Aufdruck ihrer Flaschen zu Àndern.
VerbrauchschĂŒtzer hatten Beschwerde eingereicht
Auslöser war eine Beschwerde des Verbraucherverbands Beuc aus dem November 2023, der den Konzernen sogenanntes Greenwashing vorgeworfen hatte. Greenwashing sind umweltbezogene Werbeversprechen, die fĂŒr Produkte gemacht werden, die diese Versprechen vielleicht gar nicht einlösen.
Der Verband kritisierte, dass Deckel und Etiketten selten aus Recyclingmaterial bestĂŒnden und die Flaschen nicht endlos recycelt werden könnten. "Die Verbraucher mĂŒssen den Umweltversprechen der Unternehmen vertrauen können", sagte Beuc-Chef AugustĂn Reyna. Zu suggerieren, dass PlastikgetrĂ€nkeflaschen keine Auswirkungen auf die Umwelt haben, sei irrefĂŒhrend und mĂŒsse aufhören.
Beuc begrĂŒĂte die ErklĂ€rungen der Firmen. "Wir erwarten von den Behörden, dass sie ĂŒberprĂŒfen, ob alle drei HĂ€ndler ihre Versprechen einhalten", teilte die Organisation mit.
