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Aktien Frankfurt Ausblick: Wenig Bewegung - Highflyer Siemens Energy gefragt

13.11.2024 - 08:17:56

Nach dem Hin und Her zum Wochenstart zeichnet sich am Mittwoch im Dax DE0008469008 zunÀchst wenig Bewegung ab.

Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte den deutschen Leitindex eine Stunde vor dem Xetra-Start 0,1 Prozent tiefer auf 19.013 Punkte. Am Montag hatte er sich noch an der HĂŒrde von 19.500 Punkten festgelaufen und war dann tags zuvor fast auf 19.000 Punkte abgesackt. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wurde am Mittwochmorgen 0,4 schwĂ€cher erwartet.

Neben erneut zahlreichen GeschĂ€ftsberichten stehen zur Wochenmitte auch die US-Verbraucherpreise im Fokus. "Diese werden mit Spannung erwartet, denn die US-Notenbank hat die Entwicklung der Leitzinsen in den kommenden Monaten mit den Perspektiven fĂŒr Inflation und BeschĂ€ftigung verknĂŒpft", erklĂ€rten die Experten der Landesbank Helaba. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte im Dezember, nachdem die Fed im September die Zinsen seit Jahren erstmals wieder gesenkt hatte, werde aktuell nur zu rund 63 Prozent eingepreist. Entsprechend genau wĂŒrden die eingehenden Daten abgeklopft.

Besonders kritisch beĂ€ugt werden auch die Zahlen und Ziele von Siemens Energy DE000ENER6Y0. Die MĂŒnchner sind mit einem Jahresplus von bis zu 250 Prozent klarer Dax-Highflyer. Analyst Akash Gupta von der Investmentbank JPMorgan hĂ€lt die Papiere trotz ihres Rekordlaufs angesichts der Ambitionen bis 2028 noch nicht fĂŒr allzu teuer. Man habe das Bild einer starken und langfristigen Wachstumsstory gezeichnet, kommentierte sein Goldman-Sachs-Kollege Ajay Patel. Vorbörslich ging es nach Gewinnmitnahmen vom Vortag wieder deutlich aufwĂ€rts und es zeichnen sich weitere HöchststĂ€nde ab.

Deutlich aufwĂ€rts geht es wohl auch fĂŒr die zuletzt schwĂ€chelnden Papiere der Allianz. Der Versicherer wird dank glĂ€nzender GeschĂ€fte und geringerer KatastrophenschĂ€den optimistischer fĂŒr das laufende Jahr. Zwar musste man fast 650 Millionen Euro fĂŒr die Folgen von Naturkatastrophen wie den Überschwemmungen in Osteuropa und mehreren StĂŒrmen in Europa und den USA ausgeben. Im Vorjahr hatten Naturkatastrophen jedoch mehr als doppelt so viel gekostet.

Die Aktien des Energiekonzerns RWE DE0007037129 profitierten vorbörslich neben dem Optimismus fĂŒr den Jahresgewinn insbesondere von avisierten AktienrĂŒckkĂ€ufen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro.

Zweistellige Kursgewinne winken fĂŒr Auto1 DE000A2LQ884. Der Online-AutohĂ€ndler kommt beim BemĂŒhen um bessere Ergebnisse weiter voran und hob seine Gewinnprognose erneut an. Nach massiven Kursverlusten seit dem Börsengang 2021 bis in den MĂ€rz dieses Jahres, wird 2024 fĂŒr die AktionĂ€re wohl doch noch versöhnlich. Die Aktien streben vorbörslich gen Jahreshoch bei 10,42 Euro.

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