Aktien Frankfurt Ausblick: Dax angezÀhlt - Rheinmetall und FMC unter Druck
05.05.2026 - 08:21:02 | dpa.deDer X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte fĂŒr den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,1 Prozent auf 23.964 Punkte. Nachdem sich das Chartbild am vergangenen Donnerstag merklich aufgehellt hatte, verliert das positive Signal immer mehr an Bedeutung.
Im Nahost-Krieg steht momentan vor allem das von den USA initiierte "Projekt Freiheit" im Mittelpunkt. Es zielt darauf ab, die StraĂe von Hormus wieder fĂŒr die Schifffahrt freizumachen. Irans AuĂenminister bezeichnete es auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse". Die Ălpreise gaben allerdings auf hohem Niveau etwas nach.
FĂŒr die Konjunktur in Deutschland sind die Rahmenbedingungen derzeit alles andere als gut, zumal jĂŒngst noch ZollankĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump auf europĂ€ische Autos als Belastung hinzugekommen sind. Der deutschen Wirtschaft drohe ein Dreifach-Schock, analysierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Zu den hohen Energiekosten und den vor allem dadurch steigenden Zinsen kommt jetzt die Bedrohung durch neue US-Zölle. Selbst eine gesunde und stabile Wirtschaft könnte einem solchen Triple-Schock nicht einfach trotzen."
Unter den Einzelwerten im Dax stehen nach GeschĂ€ftszahlen Rheinmetall DE0007030009 und Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 im Blick. Die Resultate von Rheinmetall lĂ€gen unter den Markterwartungen, schrieb Analyst David Perry von JPMorgan. Der RĂŒstungskonzern habe dies mit zeitlichen Effekten begrĂŒndet und seine Jahresziele bestĂ€tigt. Die Anleger seien aber inzwischen weitaus kritischer als zwischen 2022 und 2025, was die Umsetzung der Ambitionen anbelange. Vorbörslich auf Tradegate verloren Rheinmetall zum Xetra-Schluss 1,3 Prozent.
Beim Dialyseanbieter FMC dÀmpften im ersten Quartal steigende Kosten und negative Wechselkurse die Gewinnentwicklung. Die Papiere rutschten um 3,9 Prozent zum Xetra-Schluss ab.
Fraport DE0005773303 notierten auf Tradegate ebenfalls schwĂ€cher nach Quartalszahlen. Der Flughafenbetreiber hĂ€lt aber trotz des Iran-Kriegs und der Streiks bei der Lufthansa DE0008232125 an seinen GeschĂ€ftsplĂ€nen fĂŒr 2026 fest.
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