Lufthansa-Tochter Discover reagiert nicht auf Streik
02.09.2024 - 13:57:21 | dpa.de"Wir sehen weiterhin keine Notwendigkeit auf politische Interessen und Machtspiele der Spartengewerkschaften einzugehen", erklĂ€rt Discover-Chef Bernd Bauer. Die sechs Streiktage hĂ€tten deutlich gezeigt, dass der GroĂteil der Mitarbeitenden die Passagiere nicht enttĂ€uschen wolle. Im Schnitt konnten vier von fĂŒnf FlĂŒgen mit eigenem Personal an den Start gebracht werden. Der Streik war am Sonntagabend zu Ende gegangen.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wertet den Streik hingegen als Erfolg und als ersten Schritt zum Abschluss eines nachhaltigen VergĂŒtungs- und Manteltarifvertrags. Die BeschĂ€ftigten seien trotz EinschĂŒchterungsversuchen seitens des Arbeitgebers fĂŒr ihre Interessen eingetreten. "Sie wollen sich selbst aussuchen, wer ihre Tarifbedingungen aushandelt. (...) Am Ende werden wir uns durchsetzen,", erklĂ€rt VC-PrĂ€sident Andreas Pinheiro. Man sei jederzeit zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bereit.
Mit den Streiks wollen die im Lufthansa-Konzern verwurzelten Spartengewerkschaften VC und Ufo eigene TarifvertrĂ€ge durchsetzen, nachdem das Management sich mit der Konkurrenz von Verdi auf ein Vertragswerk geeinigt hat. Verdi reprĂ€sentiere nur wenige Piloten und Flugbegleiter im Unternehmen, heben Ufo und VC hervor. Bauer kĂŒndigte hingegen an, sich nun schnell auf die Umsetzung der mit Verdi abgeschlossenen VertrĂ€ge zu fokussieren. Der 2021 gegrĂŒndete Ferienflieger Discover Airlines hat bislang 27 Maschinen, mit denen er Urlaubsziele in Europa und Ăbersee anfliegt. An Bord arbeiten rund 1.900 Menschen.
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