Puzzlearbeit, Millionen-Coup

Puzzlearbeit nach Millionen-Coup: Bank noch fĂŒr Wochen zu

09.01.2026 - 17:37:38

Nach dem spektakulĂ€ren Millionen-Einbruch in einer Gelsenkirchener Sparkassen-Filiale bleibt das Institut wegen der laufenden Ermittlungs- und AufrĂ€umarbeiten im Tresorraum noch fĂŒr Wochen geschlossen.

Immerhin soll in der kommenden Woche der sogenannte SB-Bereich mit den Bankautomaten im Foyer wieder geöffnet werden, teilte die Bank mit.

Zahlreiche Polizisten erfassten und fotografierten in der Filiale mit UnterstĂŒtzung der Sparkasse systematisch die von den Einbrechern zurĂŒckgelassenen Dokumente und GegenstĂ€nde aus den SchließfĂ€chern. Dies geschehe unter notarieller Begleitung und könne noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, so die Sparkasse. Die Polizei hat nach dpa-Informationen ihre KrĂ€fte auf rund 100 Beamte aufgestockt. Gearbeitet wird sieben Tage in der Woche, so die Mitteilung.

Chaos mit Tausenden Einzelobjekten im Tresorraum

Die Ermittlergruppe lĂ€uft unter dem Namen "Besondere Aufbauorganisation (BAO) Bohrer". Nach dpa-Informationen liegen in dem Tresorraum in einem chaotischen Durcheinander mehrere zehntausend EinzelgegenstĂ€nde aus den mehr als 3.000 aufgebrochenen SchließfĂ€chern. Diese mĂŒssen erfasst, katalogisiert und zugeordnet werden.

Bei der Fahndung nach den TĂ€tern gebe es keinen neuen Stand, sagte ein Gelsenkirchener Polizeisprecher auf Nachfrage.

Bei dem Millionen-Coup Ende Dezember hatten sich die TĂ€ter ĂŒber ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3.250 KundenschließfĂ€cher der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen.

Der Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten SchÀtzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein.

@ dpa.de