Nach Warnstreik fahren Busse und Bahnen im Nahverkehr wieder
01.03.2026 - 14:05:02 | dpa.deIn Berlin lief der Linienverkehr gegen 3.00 Uhr wieder an, wie die Berliner Verkehrsbetriebe mitteilten. In Hamburg habe es nach Ende des Streiks etwa zwei Stunden gedauert, bis der Betrieb wieder reibungslos gelaufen sei, sagte eine Hochbahn-Sprecherin. Entspannung signalisierten beispielsweise auch die Erfurter Verkehrsbetriebe: "Ganz normaler Betriebsbeginn, alles rollt wieder."
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte zu dem Ausstand aufgerufen. Der Warnstreik begann in den meisten Regionen am Freitag in den frĂŒhen Morgenstunden und endete in der Nacht zum Sonntag.
Vielerorts war es der zweite Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Bereits Anfang Februar stand der Nahverkehr fĂŒr 24 Stunden nahezu bundesweit still. Vom Warnstreik ausgenommen waren in den vergangenen Tagen Niedersachsen und Baden-WĂŒrttemberg. In Niedersachsen gilt noch bis Ende MĂ€rz eine Friedenspflicht, in Baden-WĂŒrttemberg könnten BeschĂ€ftigte in der bevorstehenden Woche in Warnstreiks gehen.
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 BundeslĂ€ndern ĂŒberwiegend mit den kommunalen ArbeitgeberverbĂ€nden gefĂŒhrt werden, fordert Verdi deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kĂŒrzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, lĂ€ngere Ruhezeiten, aber auch durch höhere ZuschlĂ€ge fĂŒr Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, ThĂŒringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusĂ€tzlich ĂŒber höhere Löhne und GehĂ€lter verhandelt. Ein Ende des Tarifkonflikts ist derzeit noch nicht in Sicht - Warnstreiks bleiben damit weiterhin möglich.
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