GĂŒnther, Wege

GĂŒnther fordert neue Wege zur Entlastung nach PrĂ€mien-Aus

08.05.2026 - 11:35:55 | dpa.de

Nach der Ablehnung einer EntlastungsprĂ€mie durch den Bundesrat setzt Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther auf andere Wege zur Entlastung der Menschen in Deutschland.

"Ich denke mal, dass wir jetzt hoffentlich auch ĂŒber andere Maßnahmen sprechen werden, denn wir brauchen Entlastung", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Zudem seien auch noch Steuerreformen im GesprĂ€ch.

Die Idee einer EntlastungsprĂ€mie von bis zu 1.000 Euro habe hingegen keinen Segen der LĂ€nder bekommen. "Wir haben in Schleswig-Holstein viel Mittelstand, die im Moment auch Entlastung brauchen und nicht zusĂ€tzliche Belastungen", erklĂ€rte GĂŒnther. Damit sei die Entscheidung im Bundesrat "folgerichtig" gewesen. Schon im Vorfeld hatte das nördlichste Bundesland den Vorschlag der PrĂ€mie kritisch gesehen.

So erklĂ€rte der MinisterprĂ€sident bereits am Donnerstag, dass viele kleine und mittlere Unternehmen derzeit nicht den Spielraum hĂ€tten, solch eine PrĂ€mie auszuzahlen. "Das birgt das Risiko, dass die geplante, undifferenzierte Entlastungswirkung ins Leere lĂ€uft", betonte er. Zudem sei bisher fĂŒr LĂ€nder und Kommunen bislang keine Kompensation fĂŒr die SteuerausfĂ€lle in Höhe von 2,8 Milliarden Euro vorgesehen.

Bundesrat stimmte gegen Gesetzesentwurf

Die steuerfreie EntlastungsprĂ€mie von bis zu 1.000 Euro, die Unternehmen an ihre BeschĂ€ftigten zahlen können, kommt vorerst nicht. Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf ĂŒberraschend nicht zu. Die Bundesregierung kann dazu nun den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen, um einen Kompromiss zu finden.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Arbeitgeber ihren BeschĂ€ftigten in diesem Jahr und bis zum 30. Juni 2027 eine "EntlastungsprĂ€mie" von bis zu 1.000 Euro zahlen können, die nicht versteuert werden muss. Zur BegrĂŒndung heißt es im Entwurf, der Iran-Krieg habe massive wirtschaftliche Verwerfungen mit sich gebracht und werde fĂŒr viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Deutschland zunehmend zu einer großen Belastung. Die Bundesregierung hatte dabei vor allem die hohen Energiepreise im Blick.

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