Erste Bahn-Tarifrunde ohne Ergebnis
28.01.2025 - 16:25:57Die Bahn hat zum Verhandlungsauftakt in Frankfurt ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaft aber als nicht ausreichend zurĂŒckwies. Warnstreiks mĂŒssen FahrgĂ€ste vorerst nicht befĂŒrchten.
"Positiv bewerten wir, dass dabei auch auf unsere Forderung nach einem EVG-Zusatzgeld eingegangen wurde", teilte EVG-VerhandlungsfĂŒhrerin Cosima Ingenschay im Anschluss mit. "Der Arbeitgeber bietet allerdings mit 4 Prozent Gehaltssteigerung bei einer angebotenen Laufzeit von 37 Monaten deutlich zu wenig."
Bahn bietet 4 Prozent mehr und Zusatzgeld
Die Bahn hat eigenen Angaben zufolge unter anderem eine Tariferhöhung von 4 Prozent in zwei Stufen sowie ein Zusatzgeld fĂŒr Schichtarbeiter von weiteren 2,6 Prozent angeboten. Mit der auĂergewöhnlich langen Laufzeit von 37 Monaten soll demnach Planungssicherheit in der Konzernsanierung hergestellt werden.
"Das Angebot gleich zum Auftakt unterstreicht, dass wir an konstruktiven Verhandlungen und einer zĂŒgigen Lösung interessiert sind", teilte Personalvorstand Martin Seiler mit. "WĂ€hrend der laufenden Sanierung sind unsere SpielrĂ€ume begrenzt, dennoch sind wir bereit, auf die EVG zuzugehen."
Damit nimmt der Konzern die Zusatzgeldforderung der Gewerkschaft in Höhe von 2,6 Prozent fĂŒr Schichtarbeiter vollumfĂ€nglich auf. Diese soll zum Teil in freie Tage umwandelbar sein. Hauptforderung der Gewerkschaft ist eine Tariferhöhung von 7,6 Prozent. Zur Laufzeit hatte die EVG keine Forderungen aufgestellt.
Keine Warnstreiks bis Ende MÀrz möglich
Warnstreiks sind weiterhin nicht möglich. Die Friedenspflicht lĂ€uft erst Ende MĂ€rz aus. Beide Seiten streben schon deutlich frĂŒher einen Abschluss an. Die EVG begrĂŒndete dieses Ziel vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten mit Blick auf eine kĂŒnftige Bundesregierung. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 4. Februar in Berlin angesetzt.

