US-Gewerkschaft reicht Beschwerde gegen Trump und Musk ein
13.08.2024 - 18:50:22Die beiden "in Ungnade gefallenen MilliardĂ€re" hĂ€tten sich am Montagabend (Ortszeit) vor ĂŒber einer Million Zuhörern fĂŒr die "illegale Entlassung streikender Arbeitnehmer" ausgesprochen, hieĂ es in einer Mitteilung von United Auto Workers (UAW).
Konkret bezog sich die Gewerkschaft auf Trump, der in der Unterhaltung an Musk gerichtet gesagt hatte: "Wenn sie streiken, sagst Du: Das ist okay, dann seid Ihr alle weg. Ihr seid alle weg. Jeder von Euch ist weg." Musk reagierte mit Lachen. Angestellte beim von ihm gefĂŒhrten Elektroauto-Hersteller Tesla US88160R1014 sind in den USA nicht gewerkschaftlich organisiert, da der laut "Forbes" aktuell vermögendste Mensch der Welt dies fĂŒr dezidiert unnötig hĂ€lt.
"Sowohl Trump als auch Musk wollen, dass Menschen in der Arbeiterschicht sich hinsetzen und den Mund halten, und sie lachen offen darĂŒber", kommentierte dies der UAW-PrĂ€sident Shawn Fain. "Das ist ekelhaft, illegal und von diesen beiden Clowns völlig vorhersehbar." UAW vertritt eigenen Angaben zufolge mehr als 400.000 aktive Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten, Kanada und Puerto Rico - vornehmlich aus der Autoindustrie. Politisch unterstĂŒtzt die Gewerkschaft traditionell Demokraten. Ende Juli stellte sie sich hinter die PrĂ€sidentschaftskandidatin der Partei, Kamala Harris.
In den USA ist das Streikrecht auf Bundesebene geschĂŒtzt - es ist illegal, BeschĂ€ftigte zu entlassen oder einzuschĂŒchtern, die mit Streik drohen. Ob der UAW-Beschwerde nachgegangen wird, entscheidet das National Labor Relations Board. Die Bundesbehörde ist in den USA fĂŒr die Einhaltung des Arbeitsrechts zustĂ€ndig. Sollte sie eine Untersuchung einleiten und zu dem Schluss kommen, dass tatsĂ€chlich ein VerstoĂ vorliegt, können Strafen verhĂ€ngt werden.

