Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verÀndert - Nvidia-Impuls nicht eindeutig
21.05.2026 - 08:17:28 | dpa.deMit Spannung war der Quartalsbericht des KI-Konzerns Nvidia erwartet worden, der am spÀten Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA aber zunÀchst keine eindeutigen Impulse mit sich brachte.
Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte fĂŒr den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein kleines Minus von 0,1 Prozent auf 24.713 Punkte. Tags zuvor war der Dax zeitweise bis auf 24.885 Punkte gestiegen, kam aber nicht ganz an sein Monatshoch bei 25.152 Punkten heran. Vor Bekanntgabe der Nvidia-Zahlen waren die US-Indizes S&P 500 US78378X1072 und Nasdaq 100 US6311011026 sogar wieder an ihre jĂŒngsten Rekorde herangerĂŒckt.
Nvidia US67066G1040 musste hohen Erwartungen entsprechen, konnte offenbar zunĂ€chst vor allem nur die Analysten ĂŒberzeugen. Denn nach EinschĂ€tzung des Jefferies-Analysten Blayne Curtis hat Nvidia in jeglicher Hinsicht abgeliefert. Die Erwartungen am Markt waren aber offenbar noch etwas höher angesiedelt, nachdem die Aktien seit Ende MĂ€rz um gut ein Drittel gestiegen waren. Sie gaben nachbörslich etwas nach.
Vor diesem Hintergrund könnte am Donnerstag auch die jĂŒngste Rally bei europĂ€ischen Chipwerten hinterfragt werden. Auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2000 stehend, wurden vorbörslich bei Infineon DE0006231004 aber nochmals etwas höhere Kurse gezahlt. Auch die frisch vorgelegten Resultate des US-Konzerns Analog Devices könnten fĂŒr den deutschen Halbleiterhersteller relevant sein.
Die Aktien von RWE DE0007037129 und Evonik DE000EVNK013 liegen vorbörslich jedoch im Minus infolge von Analystenabstufungen. FĂŒr den Energiekonzern RWE gab die französische Investmentbank Exane BNP nach dem guten Lauf der vergangenen Monate ihr optimistisches Votum auf. Mit dem Ende April erreichten Hoch seit 2010 hatten sich die Titel seit Ende 2024 mehr als verdoppelt.
Bei dem Chemiekonzern Evonik konterte Barclays die Jefferies-Hochstufung vom Vortag. Durch die Erholung seit MĂ€rz sei die Bewertung nun fair, argumentierte der Analyst Anil Shenoy. Wie auch andere Chemiewerte hatte Evonik zuletzt als Profiteur der Verwerfungen im Zuge des Nahost-Kriegs gegolten. Dies sei nun eingepreist.
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