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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dĂŒrfte Rekordlauf fortsetzen

15.10.2024 - 08:22:47 | dpa.de

Nach einem starken Wochenstart sind beim Dax DE0008469008 auch am Dienstag zunĂ€chst keine ErmĂŒdungserscheinungen erkennbar.

Die Rekordjagd dĂŒrfte weitergehen, zumal mit Blick auf den Nahostkonflikt ein Zeitungsbericht fĂŒr etwas Beruhigung sorgen könnte. Zudem wirft die im Wochenverlauf anstehende Leitzinsentscheidung der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) bereits ihre Schatten voraus.

Rund eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 fĂŒr den deutschen Leitindex ein Plus von 0,2 Prozent auf 19.545 Punkte. Es wĂ€re eine neue Bestmarke in der Geschichte des deutschen Börsenbarometers. Dessen Pendant fĂŒr die Eurozone, der EuroStoxx 50 EU0009658145, wird am Dienstag ebenfalls etwas höher erwartet.

In den USA berichtete die "Washington Post", dass Israel sich bei seinem geplanten Vergeltungsschlag gegen den Iran auf militĂ€rische Einrichtungen konzentrieren und Atom- und Ölanlagen verschonen will. Die Ölpreise fielen daraufhin deutlich, was auch Bedenken in puncto einer womöglich wieder anziehenden Inflation mindert.

Am Donnerstag steht dann die EZB-Zinsentscheidung an. Die Aussicht auf ĂŒppig vorhandene LiquiditĂ€t durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik sowohl in der Eurozone als auch in den USA halte die investierten Anleger bei der Stange, hatte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets tags zuvor kommentiert. Skeptiker seien zugleich immer wieder neu gezwungen, "auf den fahrenden Zug aufzuspringen".

Am Montag war der Dax erstmals ĂŒber die Marke von 19.500 ZĂ€hler geklettert. Weitere Leitzinssenkungen bei einer gleichzeitig robusten US-Wirtschaft sowie die Hoffnung auf eine Fortsetzung des positiven Starts in die Berichtssaison sind die Treiber. Am New Yorker Aktienmarkt feierten die Anleger am Vortag ebenfalls Rekorde. Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten werden unterdessen etwas verdrĂ€ngt.

Bevor im Verlauf des Dienstags die nĂ€chsten US-Banken mit Quartalszahlen auf der Agenda stehen, darunter Goldman Sachs US38141G1040, werden hierzulande zunĂ€chst die ZEW-Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Die Landesbank Helaba hĂ€lt einen Anstieg fĂŒr wahrscheinlich. "Es wĂ€re der erste nach drei RĂŒckgĂ€ngen in Folge. Insofern könnte es einen kleinen Hoffnungsschimmer fĂŒr die konjunkturelle Entwicklung Deutschland geben." Auch das könnte als Kurstreiber wirken.

Unter den Einzelwerten könnte der Blick an diesem Morgen in Richtung Beiersdorf DE0005200000 und Symrise DE000SYM9999 gehen, erwarten HĂ€ndler. Dabei verwiesen sie auf den US-ParfĂŒm- und Kosmetikkonzern Coty US2220702037. Dieser warnte Ă€hnlich wie seine Konkurrenten, unter anderem L?Oreal, vor schwachen KosmetikverkĂ€ufen, was die Aktie im nachbörslichen US-Handel deutlich belastete. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben Beiersdorf vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Handelsschluss am Vortag etwas nach. Die Anteile des Duftstoff- und Aromenherstellers Symrise reagierten jedoch nicht.

Die Papiere der Deutschen Bank DE0005140008 litten auf Tradegate mit einem Abschlag von rund anderthalb Prozent unter einer Aktienplatzierung. Goldman Sachs platzierte in einem beschleunigten Verfahren einen 0,8-prozentigen Anteil des Finanzinstituts oder rund 16 Millionen Aktien zu 16,01 Euro je Aktie fĂŒr einen ungenannten Investor.

Die von DocMorris CH0042615283 gemeldeten Umsatzzahlen wirkten vorbörslich leicht positiv auch fĂŒr die Konkurrentin Redcare Pharmacy NL0012044747. Die in der Schweiz notierte Online-Apotheke steigerte unter anderem dank einer anziehenden Dynamik des E-Rezepts in Deutschland ihre Erlöse im dritten Quartal und bestĂ€tigt auch seine Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr.

Dass zudem die US-Bank Citigroup ihre Kaufempfehlung fĂŒr die Delivery Hero DE000A2E4K43-Aktie gestrichen hat und die britische Bank HSBC GB0005405286 ihre fĂŒr TAG Immobilien DE0008303504 dĂŒrfte die beiden MDax DE0008467416-Werte belasten. Die Papiere des Essenslieferanten Delivery gaben vorbörslich um 3,6 Prozent nach, die der Immobiliengesellschaft um 2,5 Prozent.

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