Aktien Frankfurt: Dax legt krÀftig zu - Hoffnung auf Waffenstillstand in Ukraine
07.08.2025 - 14:48:02UnterstĂŒtzung liefern neue Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg. Positive Impulse kommen zudem von zunehmenden Erwartungen einer Zinssenkung der US-Notenbank im September. Im Anlegerfokus steht auch die Berichtssaison mit zahlreichen Unternehmenszahlen.
Der Dax DE0008469008 stagnierte zunĂ€chst, berappelte sich aber und ĂŒberwand die runde Marke von 24.000 Punkten deutlich. An den beiden Vortagen war der deutsche Leitindex noch knapp daran gescheitert. Zuletzt notierte der Dax 1,7 Prozent im Plus bei 24.331 Punkten. FĂŒr den MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Werte ging es um 1,4 Prozent auf 31.400 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 1,6 Prozent.
US-PrĂ€sident Donald Trump will den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nach fast dreieinhalb Jahren durch zwei Gipfeltreffen beenden. Er will sich erst mit Russlands Staatschef Wladimir Putin treffen, dann soll daraus ein Dreiertreffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj werden. Der Kreml in Moskau hat eine Vereinbarung ĂŒber ein bevorstehendes Treffen des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Trump bestĂ€tigt, nicht aber ein mögliches Dreiertreffen.
Unter den Einzelwerten gehören die Aktien der Allianz DE0008404005 mit einem Kursanstieg von 4,9 Prozent zu den Top-Werten im Dax. Der Versicherer sieht sich nach einem ĂŒberraschend guten Quartal mit geringeren KatastrophenschĂ€den auf guten Weg zum Ergebnisziel fĂŒr 2025.
Nach anfÀnglichen Kursverlusten drehten die Aktien von Siemens DE0007236101 krÀftig ins Plus und gewannen zuletzt 4,0 Prozent. Der Technologiekonzern zeigt sich trotz Zoll-Krise robust und ist im dritten GeschÀftsquartal weiter gewachsen.
Mitten im RĂŒstungsboom verliert Rheinmetall DE0007030009 auf seinem Wachstumskurs an Tempo. Der Umsatz stieg um fast neun Prozent, das operative Ergebnis kletterte um gut zwei Prozent. Damit blieb das Unternehmen hinter den Erwartungen der Analysten zurĂŒck. Auch beim Auftragseingang machten sich Bremsspuren bemerkbar. Die Aktien waren mit minus 6,1 Prozent das Schlusslicht im Dax.
Die Aktien der Deutschen Telekom DE0005557508 wurden nach den Quartalszahlen abgestraft und bĂŒĂten 4,1 Prozent ein. Der Konzern zehrte im zweiten Quartal weiter von den brummenden GeschĂ€ften der US-Tochter und hob den Gewinnausblick fĂŒr 2025 erneut etwas an. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani sprach jedoch von einer gewissen SchwĂ€che auf dem Heimatmarkt.
Der Internetdienstleister Ionos DE000A3E00M1 wird noch einmal zuversichtlicher fĂŒr das laufende Jahr. Das nun angepeilte Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses ĂŒberraschte die Analysten positiv. Die Aktien erreichten bei 43,25 Euro ein Rekordhoch und lagen zuletzt mit plus 6,9 Prozent an der MDax-Spitze.
Schwer unter die RĂ€der kamen die Aktien von Carl Zeiss Meditec DE0005313704. Nach der Quartalsbilanz des Herstellers von Medizintechnik fielen sie auf den tiefsten Stand seit rund acht Jahren. Mit einem Kursabschlag von zuletzt 8,4 Prozent waren sie gröĂter Verlierer im MDax.
Ein robustes zweites Quartal des Motorenbauers Deutz DE0006305006 in einem schwierigen Umfeld bescherte der Aktie den höchsten Stand seit Juli 2019. Zuletzt ging es um mehr als 11 Prozent nach oben. Damit summiert sich der Kursanstieg seit Jahresbeginn auf 107 Prozent./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

