Aktien Frankfurt: Dax stabilisiert nach schwachem Jahresauftakt
04.01.2024 - 11:43:43 | dpa.deDie unverĂ€ndert restriktive Haltung der US-Notenbank Fed könnte indes eine deutlichere Erholung der Kurse erst einmal verhindern. Nach dem gröĂten Tagesverlust des Dax DE0008469008 seit Oktober am Vortag zeigte sich der deutsche Leitindex am Morgen aber immerhin leicht erholt um 0,3 Prozent auf 16 594 Punkte.
Die Fed will ihre restriktive Haltung so lange beibehalten, bis die Inflation eindeutig und nachhaltig zurĂŒckgeht. Das ging aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll ihrer jĂŒngsten Zinssitzung hervor. FĂŒr die am Vortag schwachen US-Börsen werden indes am Donnerstag ebenfalls leicht erholte Kurse prognostiziert.
Stimmungsdaten aus der Eurozone und Verbraucherpreise aus mehreren BundeslĂ€ndern hatten kaum Einfluss auf die Kurse. In den USA könnten aber Jobdaten des Dienstleisters ADP Impulse setzen - einen Tag vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht fĂŒr Dezember, dem konjunkturellen Höhepunkt der Woche.
Der MDax DE0008467416 der 50 mittelgroĂen Börsentitel gab am Donnerstag um 0,3 Prozent nach auf 26 162 ZĂ€hler. Kursverluste von Evotec, Aixtron und Puma zogen den MDax ins Minus.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 zeigte sich etwas fester.
Vorsichtige Aussagen des SportmodehĂ€ndlers JD Sports trĂŒbten die Stimmung in der Branche. Adidas DE000A1EWWW0 bĂŒĂten am Dax-Ende 4 Prozent ein und Puma-Aktien DE0006969603 verloren 3,2 Prozent. Die Aktien von JD Sports GB00BM8Q5M07 brachen in London gar um mehr als 20 Prozent ein.
FĂŒr einen Schreck unter Anlegern sorgte der RĂŒcktritt des langjĂ€hrigen Chefs von Evotec DE0005664809. Werner Lanthaler tritt nach fast 15 Jahren aus persönlichen GrĂŒnden vor Ablauf seines Vertrags zurĂŒck. Evotec-Aktien brachen daraufhin um fast 20 Prozent ein.
Papiere von Aixtron DE000A0WMPJ6 verloren 3,5 Prozent, nachdem die Bank UBS die Titel des Herstellers von Chip-Fertigungsanlagen mit "Sell" aufgenommen hat. Siltronic verteuerten sich an der MDax-Spitze um 3,6 Prozent nach einem positiven Kommentar des Investmenthauses Oddo BHF.
Aktien von Hapag-Lloyd erreichten mit plus 10 Prozent den höchsten Stand seit Mitte Oktober. GroĂreedereien profitieren laut Experten schon seit Mitte Dezember von steigenden Frachtraten, weil sie das Rote Meer wegen der AnschlĂ€ge von Huthi-Rebellen dort meiden. Damit verlĂ€ngern sich Transportwege.
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