AKTIE IM FOKUS: Aroundtown beflĂŒgelt von erhöhter Gewinnprognose
28.08.2024 - 13:12:33In der Spitze bedeuteten knapp 2,39 Euro das höchste Niveau seit dem ersten Handelstag in diesem Jahr. Ein Jahreshoch wĂŒrde dann knapp ĂŒber der Marke von 2,50 Euro erreicht.
Zuletzt verbuchten die Aroundtown-Aktien ein Plus von 3,5 Prozent auf 2,35 Euro, womit sie der Spitzenreiter im MDax DE0008467416 waren. Sie schlugen sich damit deutlich besser als der Gesamtmarkt und waren auch eine positive Erscheinung im BranchengefĂŒge, weil andere Immobilienwerte nicht gefragt waren. Die MDax-Kollegen LEG DE000LEG1110 und TAG DE0008303504 verloren bis zu 1,8 Prozent an Wert und Vonovia DE000A1ML7J1 aus dem Dax DE0008469008 bewegten sich nur um die Gewinnschwelle.
Aroundtown LU1673108939 hat im ersten Halbjahr wieder einen Verlust geschrieben, wenn auch weniger hoch als noch vor einem Jahr. Das Tempo der Immobilienabwertung habe sich verlangsamt und das Umfeld bessere sich, hieĂ es. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist wird daher fĂŒr das operative GeschĂ€ft zuversichtlicher. FĂŒr den operativen Gewinn (FFO I) werden im laufenden Jahr nun 290 bis 320 Millionen Euro angepeilt. Am oberen und unteren Ende der Spanne sind dies jeweils zehn Millionen Euro mehr.
Chales Boissier von der UBS sprach von positiven Ergebnissen, auch wenn die Abwertungen bei Immobilien weiter gingen. Vor allem die Entwicklung des Gewinns und des Mietwachstums hĂ€tten ĂŒberzeugt.
BezĂŒglich des Ausblicks bleibt Kai Klose von der Berenberg Bank mit seiner Erwartung von gut 283 Millionen Euro zwar unter der neuen operativen Gewinnzielspanne, er hĂ€lt diese aber fĂŒr erreichbar wegen der soliden GeschĂ€ftstĂ€tigkeit von Aroundtown im Wohnsegment. Der Warburg-Fachmann Andreas PlĂ€sier bezeichnete sie als "nachvollziehbar".
PlĂ€sier und Andre Remke von der Baader Bank sind derzeit im dpa-AFX-Analyser die einzigen Analysten, die der Aroundtown-Aktie eine Kaufempfehlung aussprechen. Seit dem Jahrestief aus dem MĂ€rz haben die Aktien schon mehr als die HĂ€lfte wieder zugelegt und seit dem Rekordtief aus dem Vorjahr sogar schon 170 Prozent. In den Jahren zuvor hatten sie aber auch bis zu 90 Prozent eingebĂŒĂt, wĂ€hrend zunĂ€chst die Corona-Pandemie herrschte und dann inflationsbedingt die Zinsen anzogen.

